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"Herzensgut und hilfsbereit": Manfred Dibowski, Ex-Hausmeister des Salzhäuser Hauses des Gastes und der Dörpschün, verstirbt mit 72 Jahren

Verstarb jetzt mit 72 Jahren: Manfred Dibowski, hier als Hausmeister vor dem Salzhäuser Haus des Gastes (Foto: archiv/ce)
ce. Salzhausen. Die Gemeinde Salzhausen trauert um eines ihrer prägenden Gesichter: Manfred Dibowski, der fast ein Vierteljahrhundert als Hausmeister die "gute Seele" des Hauses des Gastes und der Dörpschün war, verstarb jetzt im Alter von 72 Jahren.
"Bei mir muss es immer ehrlich und korrekt zugehen", lautete Dibowskis Lebensmotto. Zu seinem Hausmeister-Job war der gelernte Landwirtschaftsgehilfe 1985 eher zufällig gekommen. Er war seinerzeit Lagerarbeiter bei der Raiffeisengenossenschaft in Egestorf und betreute als Platzwart das Gelände des MTV Salzhausen an der Schützenstraße. Dort fragte ihn der damalige Verwaltungschef Klaus Boenert, ob er den Hausmeister-Posten haben wolle. So wurden die Gemeinde und die kommunale Dr. Gerhard-Denckmann-Stiftung, die sich für die regionale Kultur engagiert, Dibowskis Arbeitgeber. In der Dörpschün bereitete er Sitzungen des Gemeinderates ebenso vor wie Events des Verkehrs- und Kulturvereins Salzhausen sowie andere Veranstaltungen. Dabei traf er Polit-Prominenz wie Uwe Schünemann ebenso wie Ohnsorg-Star Edgar Bessen. Angst vor hohen Tieren kannte Manfred Dibowski jedoch nicht. "Das sind Menschen wie du und ich", sagte er einmal in einem Gespräch mit dem WOCHENBLATT.
Im Haus des Gastes war Dibowski Ansprechpartner für die dort ansässige Außenstelle der Kreisvolkshochschule, den Salzhäuser Senioren-Klub bei dessen Veranstaltungen und für in den Räumen ausstellende Künstler. Außerdem kümmerte er sich um die Außenanlagen des beliebten Treffpunktes.
"Manfred war ein herzensguter Mensch und immer hilfsbereit", erinnert sich Ingrid Schröder, die viele Jahre Ausstellungen im Haus des Gastes betreute, an die gute Zusammenarbeit. "Er war eine gute Seele und hat als Hausmeister alle Institutionen und Privatleute, die seine Wirkungsstätten nutzten, hervorragend unterstützt", gedenkt Bürgermeisterin Elisabeth Mestmacher des Verstorbenen. Sie erlebte Dibowskis Engagement zuerst bei seiner Tätigkeit für den MTV, dessen Vorstand sie lange Zeit angehörte. Auch für andere örtliche Vereine habe Manfred Dibowski stets ein offenes Ohr gehabt und angepackt. Mestmacher: "Er war überall unwahrscheinlich beliebt."