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Hier verschwindet die A39

Langsam bahnt sich die Fräsmaschine ihren Weg und fördert den Baustoff gleich auf einen bereitstehenden Lkw
thl. Winsen. Mit ohrenbetäubenden Lärm und einer Geschwindigkeit von etwa fünf Metern pro Minute fräst die große Maschine die erste Schicht des Untergrundes weg. Zuvor wurde bereits die Asphaltschicht vom gleichen Gerät "abgefressen".
Hier verschwindet die A39 - Das WOCHENBLATT war exklusiv zu Gast auf der derzeit größten Baustelle im Landkreis Harburg. Wie mehrfach berichtet, wird derzeit die Richtungsfahrbahn Lüneburg zwischen Maschen und Winsen-West komplett saniert.
"Insgesamt muss eine etwa 20 Zentimeter dicke Verfestigungsschicht aus dem Boden gefräst werden", erklärt Projektleiterin Gesa Schütte von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg. "Diese Arbeit soll bis zum Wochenende abgeschlossen sein." Anschließend sei noch eine zehn Zentimeter dicke Schicht im Erdreich. Diese werde aufgefräst, mit dem Boden vermischt, bewässert und neu geglättet. Anschließend würden für ein Labor Proben gezogen werden, um die Dichtigkeit und Tragkraft des Untergrundes zu bestimmen. Bis dahin hat die Firma Bunte aus Winsen, die von der Behörde als Bauträger eingesetzt worden ist, eine logistische Meisterleistung hinter sich. 20.000 Tonnen Verfestigung, 50.000 Tonnen Asphalt und 8.000 Tonnen Fahrbahndecke wurden bis dahin entsorgt. Das sind etwa 150 Lkw-Fahrten pro Tag. Der größte Teil des Material wurde zum Mischwerk der Firma Bunte ins Gewerbegebiet Osterwiesen in Winsen gebracht. "Wir haben zuvor vertraglich festgehalten, dass die Lkw im Normalfall ausschließlich über die Osttangente und die Anschlussstelle Winsen-Ost zur Baustelle fahren dürfen", so Schütte. Lediglich bei Stau auf der A39 dürften die Trucks von der Osttangente über die Lüneburger und Hansestraße ausweichen. Eine Fahrt vom Werk über die Hamburger Straße zur Anschlussstelle Winsen-West sei aber verboten.
Täglich wird im Zwei-Schicht-Betrieb von 6 bis 22 Uhr auf der Baustelle gearbeitet, samstags von 6 bis 14 Uhr. "Die Firma liegt zeitlich sehr gut im Rennen", sagt Gesa Schütte. Man habe bereits einen Puffer, falls wegen Regens mal nicht asphaltiert werden kann.
Das Labor benötigt etwa eine Woche. Gibt es für die untere Tragschaft grünes Licht, wird der Unterbau aufgebracht. Ab 3. August sollen die Asphaltierungsarbeiten der Fahrbahn beginnen. Kurz danach die Markierungsarbeiten und das Anbringen der neuen Schutzplanken. Pünktlich zum 30. Oktober soll dann die Richtungsfahrbahn Lüneburg wieder freigegeben werden. Schütte: "Anschließend erfolgt der Rückbau der Markierungen und Trennmauer auf der Richtungsfahrbahn Hamburg." Dauer: etwa ein bis zwei Wochen. Anschließend ist dann bis Mai 2016 freie Fahrt. Danach wird dann die Richtungsfahrbahn Hamburg saniert.