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"Hilfsangebote verbessern"

Partner des sozialpsychiatrischen Verbunds im Landkreis Harburg (v. re.): Jörg Schwarz, (Jugendamt / Frühe Hilfen und Kinderschutz Landkreis Harburg), Reiner Kaminski, (Bereichsleiter Soziales Landkreis Harburg), Dr. Peter Schlegel, Dr. Sebastian Stierl, Ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Klinik Lüneburg, Holger Maack, Geschäftsführer Hipsy Hilfe für psychisch kranke Menschen im Landkreis Harburg, Marc Koch, Einrichtungsleiter des Psychiatrischen Wohn- und Pflegeheims Haus Hoheneck in Stelle (Foto: Johannes Freudewald)
thl. Winsen. „Wenn ein Mensch psychisch erkrankt, hat das immer auch Auswirkungen auf sein soziales Umfeld, auf den beruflichen und familiären Rahmen, vor allem aber auf die Kinder der Erkrankten“, sagt Dr. Peter Schlegel, Leiter des sozialpsychiatrischen Dienstes im Landkreis Harburg. „Darum müssen Angehörige aktiv in den therapeutischen Prozess mit einbezogen werden.“
Welche Behandlungsangebote und Hilfen möglich und sinnvoll sind, das haben die Teilnehmer des sozialpsychiatrischen Verbunds im Landkreis Harburg jetzt auf ihrer Jahrestagung erörtern. Über 150 Fachleute hatten sich zu der Konferenz unter dem treffenden Motto „Mama ist so anders - Hilfen und Perspektiven für psychisch kranke Eltern und ihre Kinder“ angemeldet.
„Das große Interesse zeigt, wie notwendig und gewünscht der Austausch der Fachleute und die Kooperation der verschiedenen Akteure im Landkreis zu diesem Thema ist“, sagte Dr. Schlegel. „Die enge Vernetzung aller Akteure im sozialpsychiatrischen Verbund ist eine gute Voraussetzung, um unsere Angebote in diesem generationsübergreifenden Handlungsfeld der Sozialpsychiatrie weiter zu verbessern und auszubauen.“
Zur Einführung skizzierte Dr. Schlegel die Perspektiven für die Sozialpsychiatrie im Landkreis. Im Anschluss berichteten aus ihrer Praxiserfahrung und stellten bereits bestehende Behandlungsangebote zur regionalen Versorgung im Landkreis vor.
„Wie können Laien helfen?“ Dieses komplexe Thema wurde in Praxis-Workshops vertieft, z.B. anhand eines Patenschaftsmodells, bei dem geschulte Bürger ehrenamtlich als Paten seelisch erkrankte Eltern und/oder ihre Kinder begleiten. In einigen Kommunen ist dieses Modell bereits erfolgreich etabliert. Ähnliches sei auch im Landkreis Harburg vorstellbar. "Für Ehrenamtliche eine ideale Aufgabe", betonte Dr. Schlegel.
Auch die Zusammenarbeit zwischen dem Jugendamt und der Eingliederungshilfe des Gesundheitsamts war eines der Workshop-Themen. Dabei sollten Chancen und Grenzen der Kooperation an dieser wichtigen Schnittstelle zur Sprache kommen.
„Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir mit dieser Tagung die Vernetzung aller Verbundpartner weiter vertiefen und unsere Angebote für die Menschen im Landkreis Harburg verbessern können“, so Dr. Schlegel abschließend.