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"HiPsy" weiht neues Apartmenthaus für psychisch Erkrankte in Putensen ein

Freude über den gelungenen Neubau (v. li.): WG-I-Leiterin Susanne Möller, die "HiPsy"-Geschäftsführer Stefanie Oertzen und Holger Maack, stellvertretende Samtgemeinde-Bürgermeisterin Christiane Oertzen, SPD-Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler und Architekt Dirk Rüppel
 
Bei einer Führung: eines der noch unbewohnten Apartments
"Tolle Einrichtung für eigene Selbstständigkeit" ce. Putensen. "Dieser Neubau ist - ebenso wie diese Veranstaltung - ein großer und wichtiger Schritt gegen die Abgrenzungsgesellschaft." Das betonte Dr. Peter Schlegel, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes im Landkreis Harburg, jetzt bei der Einweihung des neuen Apartmenthauses auf dem Gelände der Therapeutischen Wohngemeinschaft (WG) I der gemeinnützigen "HiPsy"(Hilfe für psychisch kranke Menschen) GmbH in Putensen.
Die am Haus beteiligten Planer, Architekten und Handwerker waren der Einladung ebenso gefolgt wie zahlreiche Bewohner und Mitarbeiter aus den über den Landkreis verteilten "HiPsy"-Einrichtungen, Angehörige der Bewohner, Vertreter aus Politik und öffentlichem Leben sowie "HiPsy"-Geschäftspartner und -Freunde.
In gut 14-monatiger Bauzeit entstand in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz der 600 Quadratmeter große, zweigeschossige Neubau mit zehn Apartments für Betreute. Die Wohnungen sind mit Bad und Küchenzeile ausgestattet, so dass die Bewohner weitestgehend eigenständig leben können. Bauträger ist der "HiPsy"-Förderverein, der die Kosten von rund 1,2 Millionen Euro aus seinen Rücklagen finanziert. .
"Einige Zimmer im Altbau sind sehr klein und genügen nicht mehr den heutigen Standards. Der Neubau war erforderlich, um den Menschen eine bessere Wohnqualität zu bieten", sagten Vereins-Vizevorsitzender und "HiPsy"-Geschäftsführer Holger Maack und WG I-Leiterin Susanne Möller. In der WG I in der Luhestraße sind etwa 20 stationär versorgte Männer und Frauen untergebracht, in der nahegelegenen WG II in der Amelinghäuser Straße leben 23 Erkrankte. Sieben der zehn neuen Apartments sind auch von aus dem WG I-Altbau herübergezogenen Bewohnern belegt, über die Vergabe der übrigen Wohneinheiten wird noch entschieden.
"Das Apartmenthaus gibt den darin Lebenden auch ein Gefühl der Unabhängigkeit und ist ein Zwischenschritt zur irgendwann in der Zukunft geplanten eigenen Wohnung", so Susanne Möller.
"Das ist eine tolle Einrichtung, die sehr viel dazu beiträgt, die eigene Selbstständigkeit zu verbessern", brachte der im Apartmenthaus lebende Marcel Staritz seine positiven Erfahrungen in einem Kurzvortrag auf den Punkt. "Es tut gut, die 'HiPsy'-Mitarbeiter in den eigenen vier Wänden empfangen und ihnen bei Gesprächen einen selbst gemachten Kaffee anbieten zu können."
Dr. Peter Schlegel vom Sozialpsychiatrischen Dienst zeigte sich erleichtert, dass die vor vielen Jahrhunderten noch gepflegte Praxis, psychisch Kranke in eigens für sie gebaute "Torenkästen" vor den Stadttoren zu verbannen, einem immer stärkeren Bemühen um die Integration der Gehandicapten gewichen ist. Das Apartmenthaus sei das beste Beispiel dafür.
"Soviel positive Rückmeldung ist eine schöne Bestätigung unserer gemeinsamen Arbeit", freute sich "HiPsy"-Geschäftsführerin Stefanie Oertzen. Sie bedankte sich bei allen am Neubau Beteiligten und insbesondere bei Holger Maack, der "ganz viel Herzblut und Arbeit in das Projekt investiert" habe.