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"Ich habe die Nase voll"

Uwe Marwitz will nicht mehr weitermachen (Foto: thl)

Uwe Marwitz gibt Amt als Vorsitzender des Friedhofsvereins ab / Nachfolger gesucht

thl. Fliegenberg. "17 Jahre habe ich den Posten gemacht, jetzt können Jüngere ans Werk gehen und für Fliegenberg was tun", sagt Uwe Marwitz (58), Vorsitzender des Friedhofsverein Fliegenberg. Am Freitag, 10. Februar, um 19.30 Uhr tritt der Verein im Gasthaus von Deyn zur Jahreshauptversammlung zusammen. Dann räumt Marwitz seinen Platz. Das Problem: Ein Nachfolger hat sich bisher noch nicht gefunden. Bleibt das so, droht dem Verein die Auflösung. Das hätte u.a. zur Folge, dass die Gebühren für Bestattungen in dem Dorf an der Elbe um ein Vielfaches steigen würden, weil die Abrechnung dann über die Gemeinde erfolgen würde, die deutliche höhere Ansätze hat.
Schon mehrfach sei er darauf angesprochen worden, ob er nicht doch weitermachen wolle, sagt Marwirtz. Denn er habe in seiner Amtszeit viel geleistet und erreicht. So wurde u.a. der ehemalige Bohrölförderplatz zum Dorfplatz umgebaut, auf dem auch die 700-Jahr-Feier des Dorfes stattfand. Dort hat er auch zusammen mit Stelles Alt-Bürgermeister Joachim Wilcke einen Jubiläumswald organisiert. Zudem erhielt der Friedhof für rund 20.000 Euro einen Parkplatz. Trotzdem kommt ein Weitermachen für ihn nicht infrage. "Ich höre auf, das ist mein voller Ernst. Denn ich habe die Schnauze voll", findet Uwe Marwitz deutliche Worte. Der Grund sei ganz einfach: "Es gibt hier einige Leute im Dorf, die haben nicht alle Sicherungen im Kopf und betreiben gehörigen Vandalismus." Sei es die Beleuchtung des Weihnachtsbaumes, die seit Jahren regelmäßig zerstört wird oder das Zerstören von Zäunen und Entwenden bzw. Verstecken von Arbeitswerkzeug. "Der Posten des Vorsitzenden ist ein Ehrenamt, wenn man sich aber ständig mit mutwilligen Zerstörungen befassen muss, macht es einfach keinen Spaß mehr. Und dieser Punkt ist jetzt bei mir erreicht", sagt Marwitz und hofft, dass möglichst viele Fliegenberger an der Versammlung teilnehmen und sich doch noch ein Nachfolger für sein Amt findet.