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"Ich musste einfach helfen": Flüchtling Besim Berisa rettet Frau nach Sturz in Teich

"Ich nenne ihn jetzt 'Baywatch-Besim'": Retter Besim Berisa (li.) und sein Chef Manfred Schneider zeigen die Stelle, wo die Frau in den Teich stürzte
ce. Salzhausen. "Das war ein ganz starker Einsatz. Der gute Mann heißt ab jetzt bei mir nur noch 'Baywatch-Besim'." Das sagt Manfred Schneider, Hausmeister des Salzhäuser Kulturzentrums Haus des Gastes, und zeigt stolz auf seinen Helfer Besim Berisa (37), der - eben wie die aus dem TV bekannten "Baywatch"-Rettungsschwimmer - eine ältere Frau womöglich vor dem Ertrinken rettete.
Kürzlich arbeitete Besim Berisa, der als Flüchtling vor drei Jahren aus Montenegro nach Deutschland kam, gerade im Garten des Hauses des Gastes, als dort eine Seniorengruppe weilte. Eine der älteren Frauen ging auf den Steg des gut einen Meter tiefen Gartenteiches und beugte sich vor, um sich die im Teich schwimmenden Fische anzusehen. Dabei verlor sie offenbar das Gleichgewicht und fiel in den Teich. "Ich hörte ihre Hilferufe und sah, was geschehen war. Ich warf meine Gartengeräte weg und sprang ins Wasser, um die Frau herauszuholen. Ich musste einfach helfen", berichtet Berisa. Er trug die Frau auf die Terrasse. Währenddessen besorgte Manfred Schneiders Stellvertreterin Solveig "Solly" Dietrich trockene Kleidung für die Seniorin, die sich bei dem Sturz in den Teich leicht am Arm verletzt hatte, ansonsten aber mit dem Schrecken davonkam. Sie bedankte sich erleichtert bei ihrem Retter, möchte aber in der Zeitung nicht mit Namen genannt werden. Einige Tage später schauten auch die Kinder der Frau am Haus des Gastes vorbei und sprachen Berisa ihren Dank aus.
"Ich helfen Menschen gerne. Ich wurde von den Deutschen sehr nett aufgenommen und freue mich, wenn ich etwas zurückgeben kann", sagt er. Bei seinem Chef Manfred Schneider und dessen Ehefrau Christel fühlt sich Besim Berina, dessen Eltern bereits verstorben sind, besonders gut aufgehoben: "Sie sind für mich wie eine Familie."