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"Ich wollte was fürs Dorf tun": Vierhöfens Bürgermeister Helmut Gehrke gibt sein Amt nach 20 Jahren ab

"Ich fühle mich Vierhöfen verbunden": der scheidende Bürgermeister Helmut Gehrke
ce. Vierhöfen. "Ich möchte entscheiden, wann ich aufhöre, nicht mein Körper soll diese Entscheidung treffen." Kurz und knapp bringt Helmut Gehrke (64) auf den Punkt, warum er bei bester Gesundheit nach 20 Amtsjahren als Bürgermeister von Vierhöfen bei der jüngsten Kommunalwahl nicht mehr kandidiert hat und nun abdankt. Sein Nachfolger wird auf der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates am Dienstag, 22. November, um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus (DGH) gewählt.
1996 wurde Helmut Gehrke in seinem Geburtsort Vierhöfen für die CDU in den Gemeinderat und auch gleich zum Bürgermeister gewählt. "Ich fühlte mich dem Dorf immer sehr verbunden und wollte für die Menschen, die hier leben, etwas tun", begründet der hauptberufliche Landwirt, weshalb er ehrenamtlicher Kommunalpolitiker wurde.
"In meiner Amtszeit wurden das DGH und das Vierfamilienhaus, in dem sich heute das Gemeindebüro befindet und das der Gemeinde gehört, abbezahlt. Der Bebauungsplan 'Alte Dorfstraße' wurde umgesetzt und viele Straßen gebaut", zieht Helmut Gehrke Bilanz. "Und vor wenigen Tagen durfte ich auch noch die Auftragsvergabe für die lang ersehnte Sanierung des Friedhofsweges unterschreiben".
Er bedauert, dass es ihm nicht geglückt sei, in den vergangenen 20 Jahren die Kiesabbau-Frage zu klären - nämlich die Frage, ob das Unternehmen Manzke aus dem Kreis Lüneburg weiter in Vierhöfen Boden abbauen darf. "Der Landkreis Harburg will in Kürze die überarbeiteten Antragsunterlagen der Firma an die Gemeinde Vierhöfen schicken. Das wird also weiterhin ein Thema bleiben", so Gehrke.
Im Salzhäuser Samtgemeinderat, zu dessen Vorsitzendem er jetzt gewählt wurde, will er sich weiterhin engagieren und auch die Interessen Vierhöfens vertreten.
Nach dem Ausscheiden als Vierhöfener Gemeindeoberhaupt freut sich Helmut Gehrke darauf, mehr Zeit für Lebensgefährtin Brigitta Backhaus und für seinen kleinen Pferdepensionshof zu haben. "Und ich werde noch mehr mit meinen beiden Enkeln unternehmen können. Das macht uns allen Spaß."