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IG Pro Lebensqualität Pattensen übergibt 1.189 Unterschriften im Winsener Kreishaus: Klares Votum für Verkehrsberuhigung

Bei der Unterschriftenübergabe (v. li.): Philip Meyer, Hans-Hermann Menke, Joachim Bordt, Christian Riech, Gerd Schulz, Andreas Garbers und Anette Rabeler (Foto: oh)
ce. Winsen. Seit fast drei Jahren kämpft die Interessengemeinschaft Pro Lebensqualität Pattensen (IG) für eine echte Verkehrsberuhigung und gegen den Bau einer Umgehungsstraße. Einmal mehr verlieh sie ihrem Anliegen Nachdruck, als sie jetzt im Winsener Kreishaus eine Liste mit 1.189 Unterschriften an Landrat Joachim Bordt und Winsens Ersten Stadtrat Christian Riech übergab. Die Unterzeichner fordern die sofortige Einstellung jeglicher Umgehungsstraßen-Planungen sowie die Umsetzung der Entscheidungen von Kreistag und Stadt aus dem Jahr 2011. Beschlossen wurde hier wie dort die innerörtliche Begrenzung des Lkw-Transitverkehrs und ein Tempolimit auf 30 km/h.
Überreicht wurde die Liste an Bordt und Riech von den IG-Mitgliedern Anette Rabeler, Andreas Garbers, Philip Meyer, Hans-Hermann Menke und Gerd Schulz. Sie stellten klar, dass ohne großen Aufwand seitens der IG auch leicht die doppelte Zahl an Unterschriften zusammengekommen wäre. Viele Bürger würden sich eine schnell umsetzbare und kostengünstige Verkehrsberuhigung auf Schilderbasis wünschen. Der Bau einer Umgehungsstraße würde große Kosten und Flächen verschlingen und brächte lediglich eine geringe Verkehrsminderung für einen Teil der betroffenen Straßen. Zudem sei - so die IG - zu befürchten, dass eine Umgehungsstraße mehr Verkehr an die Dörfer heranführt und durch ihre Nähe zu den Ortsrändern dort noch mehr Verkehrslärm verursacht.
Joachim Bordt und Christian Riech zeigten Verständnis für die Sorgen und Forderungen der Interessengemeinschaft. Sie teilten deren Ansicht, dass von dem hohen Verkehrsaufkommen in den engen Dorfstraßen ein nicht unerhebliches
Gefährdungspotenzial für Fußgänger ausgehe. Wie die IG berichtete, fahren in der Pattenser Hauptstraße unzählige Schwertransporter über die Fußwege, um aneinander vorbei zu kommen. Kreis- und Stadtverwaltung waren sich mit der IG einig, dass auch Landesverkehrsminister Olaf Lies umfassend auf die hiesige Verkehrsproblematik hingewiesen werden müsse. Nur so könne von Landesseite aus auf eine sofort umsetzbare Verkehrsberuhigung hingewirkt werden.