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"Initiative gegen Staub & Lärm": Verantwortliche sollen jetzt Rede und Antwort stehen

Vor einem Schotterberg, der beispielhaft für die Menge steht, die am Winsener Bahnhof regelmäßig entladen wird: Die Mitglieder der "Initiative gegen Staub&Lärm"
bs. Winsen. An der Entladestelle scheiden sich die Geister: Der Umschlagbetrieb für das neu erbaute Asphaltmischwerk der Firma Bunte, der sich zur Zeit An der Kleinbahn befindet und künftig neben den bisher geförderten rund 140.000 Tonnen Chemie und Kali zusätzlich nochmal bis zu 140.000 Tonnen Schotter jährlich umschlagen soll, erregt aktuell viele Winsener Gemüter.
Nach zahlreichen Staub- und Lärmbeschwerden der davon zur Zeit betroffenen Bürger in Bahnhofsnähe, rückte in den vergangenen Wochen, nach Gesprächen mit Stadt und Bunte, auf einmal der Nettelberg als neuer Umschlags-Ort in den Fokus (das WOCHENBLATT berichtete).
Genaue Informationen dazu sind aber bis heute Fehlanzeige. "Niemand kommt wirklich mit der Sprache raus, was hier passieren soll. Wir wollen wissen, wo, was und wie viel hier verladen wird. Wie sollen die Lärmbestimmungen eingehalten werden und was wird gegen den erheblichen Staub, der unsere Häuser und Lungen belastet, zukünftig getan?", prangerte Sprecher der jüngst gegründeten "Initiative gegen Lärm & Staub", Jörg Eckhoff, bei einer Versammlung am vergangenen Montag an.
Rund 200 betroffene Anwohner waren auf Einladung der Initiative zur Versammlung gekommen, um zu erfahren, wie und wo es mit dem Umschlagbahnhof nun weitergehen soll. Denn die angedachte Verlegung des Verladebetriebes zum Nettelberg, was zahlreiche Züge in enger Taktung mitten durch die Stadt bedeuten würde, stößt auf erheblichen Widerstand unter vielen Anwesenden. "Wir wissen von nichts. Es kann doch nicht sein, dass wir nicht informiert werden. Schließlich sind wir die Leidtragenden, wenn auf einmal ständig 6-achsige Loks über eine Strecke fahren, die auch Schulkinder benutzen", so ein erboster Bürger. Vor allem die fehlende Information durch die zuständigen Behörden, prangert die Initiative, jetzt mit dem Rückhalt der anwesenden Anwohner, seit langem an.
Vertreter der Stadt, des Gewerbeaufsichtsamts Lüneburg, das den Bau des Asphaltierwerks genehmigt hatte und der Firma Bunte, sollen jetzt Gewissheit schaffen. "Wir werden die Verantwortlichen zu einem Gespräch einladen, damit uns endlich jemand Rede und Antwort steht, was hier passen wird", so das Fazit der Initiative nach der Versammlung. "Wünschenswert wäre dabei natürlich, dass alle Beteiligten auch kommen", forderte Jörg Eckhoff.