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"Inklusion benötigt Umdenken": Lebenshilfe Lüneburg-Harburg feierte 50-jähriges Bestehen

Beim Jubiläums-Festakt (v. re.): Ernst-Albrecht von Moreau, Ulla Schmidt, Cornelia Rundt und Franz Haverkamp (Foto: Lebenshilfe Lüneburg-Harburg)
ce. Landkreis. Damit eine optimale Inklusion - eine gleichberechtigte Teilhabe von Behinderten und Nichtbehinderten an der Gesellschaft - gelingen kann, ist ein gesellschaftliches Umdenken dringend nötig. Das war der Tenor bei der Jubiläumsfeier der Lebenshilfe Lüneburg, die auch Menschen aus dem Landkreis Harburg seit 50 Jahren bedarfsgerechte Hilfe bietet gibt, um so selbstständig wie möglich sein zu können. Die Lebenshilfe begann 1964 als kleine engagierte Bürgerbewegung. Heute ermöglicht sie mit den Vereinen Lüneburg und Harburg sowie der gemeinnützigen GmbH Lebenshilfe Lüneburg-Harburg Menschen mit Behinderung die Teilnahme an gesellschaftlichen Aktivitäten und die Ausübung von Berufen.
Ehrengäste der Jubiläumsfeier in Lüneburg waren unter anderem Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt und der niedersächsische Lebenshilfe-Landesvorsitzende Franz Haverkamp. Haverkamp betonte, die Lebenshilfe habe einen Meilenstein beim Einsatz für die Rechte von Menschen mit Behinderung gesetzt. Aktuelle Zahlen untermauern dies: Die Lebenshilfe Lüneburg-Harburg ist einer der größten Arbeitgeber in der Region mit 908 hauptamtlich Beschäftigten. 896 Menschen mit Handicap arbeiten an sechs Werkstatt-Standorten. 1.786 Behinderte nutzen die Einrichtungen und Dienste, 425 Menschen die Wohnangebote. 40 Standorte hat die Lebenshilfe insgesamt mit allen Kitas, Läden und Einrichtungen.
„Die Lebenshilfe hat gut ausgebildete, engagierte Mitarbeiter und viele Qualitäts-Zertifikate. Doch mit der UN-Behindertenrechts-Konvention ist aus der Idee Inklusion ein Rechtsanspruch geworden. Und dafür ist noch eine Menge zu tun“, sagte Ernst-Albrecht von Moreau, Geschäftsführer der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg. Auf rechtlicher Ebene müsse viel verändert werden, zumal viele Gesetze dem Ziel entgegenwirkten, mahnte Dagmar Pitters, Vorsitzende des Lüneburger Lebenshilfe-Vereins. „Wir müssen darauf bestehen, dass die Bedingungen stimmen", betonte Ulla Schmidt
Reiner Kaminski, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg und Fachbereichsleiter Soziales beim Landkreis Harburg, befragte fünf langjährige Beschäftigte aus Lebenshilfe-Werkstätten über ihre Wünsche für die Zukunft. Alle waren sich einig: "Wir wollen endlich so akzeptiert werden, wie wir sind und nicht länger aufgrund unserer Behinderung lächerlich gemacht werden."