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Interkultureller Fachtag "bunt.tut.gut!": Dialog auf Augenhöhe

Impressionen: Interkultureller Fachtag "Bunt.tut.gut!"
bs. Winsen. Mit mehrsprachigen Fachvoträgen, Seminaren, Workshops und zahlreichen Vereinen und Initiativen lud am vergangenen Samstag der Landkreis Harburg mit der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe, der Agentur fürs Ehrenamt und der Kreisvolkshochschule zum interkulturellen Fachtag „bunt.tut.gut!“ ins Winsener Luhe-Gymnasium.
Hier hatten Flüchtlinge, ehrenamtlich Tätige und alle weiteren Interessenten die Möglichkeit, sich in Workshops zu Themen wie "So tickt Deutschland-So tickt Afghanistan", "Allgemeine Flucht- und Migrationsursachen" oder "Neueste Entwicklugen der Abschiebepraxis nach Afghanistan" zu informieren. Dabei referierten u.a. Professor Bernd Leber von "proMig Consult" und die freiberufliche Dolmetscherin Rayana Fakhri, vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.
Neben Vize-Landrat Landrat Uwe Harden, der zur Eröffnung der Veranstaltung die Grußworte des Landkreises übermittelte, stellte u.a. Jens Feldhusen vom 1. FC Seevetal das Integrationsprojekt „Fussball.help“ auf der Schulbühne vor. Der Flüchtling Ali Gardezi referierte zum Thema "Solving problems and creating opportunities" ("Probleme lösen und Chancen kreiieren"). In seinem Beitrag berichtete der junge Mann über das Leben, die Probleme und die Möglichkeiten, die sich Schutzsuchende in deutschen Flüchtlingsheimen bieten.
Neben zahlreichen Vereinen und Initiatoren, stellte sich auch Angela Stehr vom Hof-Atelier Tespe beim Fachtag vor. Mit ihrem Projekt "Modellieren mit Flüchtlingen" bietet die Künstlerin in der Elbmarsch die Möglichkeit zum interkulturellen Erfahrungsaustausch zwischen Flüchtlingen und Einheimischen. "Wir wollen mit unseren Arbeiten, wie beispielsweise mit diesen Flüchtlingsbooten aus Ton, ein Zeichen setzen. Wir wollen zeigen, dass die Menschen da waren, dass sie Spuren hinterlassen haben und der Masse ein Gesicht geben", erklärt die Künstlerin.
Ehrenamtsbeauftragte Dagny Eggert-Vogt, Ute Köchel (Koordinatorin Migration und Teilhabe) und Ute Leya (Leiterin Kreisvolkshochschule) zeigten sich als Initiatorinnen zufrieden mit dem Verlauf der, unter diesem Motto erstmalig, stattfindenden Veranstaltung. "Wir haben heute Vorträge in sechs verschiedenen Sprachen gehört. Viele der Beiträge lieferten die Migranten. Was wir heute erlebt haben, war wirklich ein Dialog auf Augenhöhe", so Ute Köchel.
Für Spaß und Unterhaltung sorgten das deutsch-afghanische Improvisationstheater, das interkulturelle Puppenspiel und die Tanzperformance der Hula-Gruppe der KVHS in Maschen. Ein gemeinsames, kostenfreies und interkulturelles Mittagessen, gespendet vom Schulverein, rundete die Veranstaltung ab.