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"Investieren vier Millionen Euro" - AFP Nord macht Mietern im Albert-Schweitzer-Viertel Hoffnung auf bessere Wohnsituation

Der Großteil der 189 Wohnungen in dem Viertel sind in einem schlechten Zustand (Foto: archiv)
thl. Winsen. Vollmundige Versprechungen kommen derzeit von der AFP Nord aus Luxemburg bezüglich der Sanierung der Wohnhäuser im Albert-Schweitzer-Viertel. Wie das WOCHENBLATT berichtete, hatte das Unternehmen den maroden Wohnkomplex aus der Insolvenzmasse des Vorbesitzers, der Capricornus aus Berlin, erworben.
Die neue Eigentümerin werde in den kommenden vier Jahren mehr als vier Millionen Euro für die Behebung von Schäden und die Aufwertung des Viertels bereitstellen, heißt es in einer Presseerklärung, für die Dirk Schmitt von der Unternehmensberatung Deep Value Advisors verantwortlich zeichnet. Die Mittel würden bevorzugt zur nachhaltigen Verbesserung der Wohnsituation eingesetzt.
Eine mit der Stadt und unter Beteiligung der Mieter durchgeführte Bestandsaufnahme habe zuvor schwere Zustands- und Bewirtschaftungsmängel offenbart. Hieraus sei ein Maßnahmenkatalog abgeleitet worden, der strukturiert und in Abstimmung mit der Stadt von Fachbaufirmen abgearbeitet werden soll, schreibt Schmitt. Mittelfristig würden eine umfassende Modernisierung der technischen Gebäudeausstattung, Dämmmaßnahmen, Verschönerung der Außenanlagen, Reparatur des Gemeinschaftseigentums und eine weitere Intensivierung der Kooperation mit dem örtlichen Quartiersmanagement angestrebt. Der von der Stadt eingesetzte Architekt sowie die Eigentümervertreter und Fachplaner der AFP Nord hätten bereits im Februar Gespräche aufgenommen. Der genaue zeitliche und technische Ablauf der Einzelmaßnahmen werde derzeit abgestimmt und bis zum Sommer feststehen. Im Fokus stünden dabei die im städtebaulichen Vertrag festgelegten Kurzfrist-Maßnahmen, die noch in diesem Jahr erledigt würden. Dazu zählen insbesondere die Sanierung von Dachflächen sowie dringende Maßnahmen in den Wohnungen. Alle Schritte würden laufend mit der Stadt abgestimmt.
Mittlerweile habe die AFP Nord auch eine Hausverwaltung und einen Hausmeisterservice eingesetzt.
Ähnliche Worte fand auch die Capricornus, als sie Mitte der 2000er Jahre die schon seinerzeit heruntergekommenen Wohnungen des Voreigentümers Dr. Gerd Thormählen übernahm. Alle Hoffnungen der Stadt und der Mieter, die auf den neuen Eigentümer ruhten, erfüllten sich nicht. Deswegen ist der Wunsch der Winsener, dass von der AFP nicht nur leere Worthülsen kommen, jetzt um so größer.
"Die Mieter der von uns neu erworbenen Bestände in Winsen wurden mehr als zehn Jahre lang nicht so betreut, wie es unseren Ansprüchen bei der Verwaltung von Wohnungsbeständen genügen würde. Es gibt hier viel nachzuholen", sagt der Geschäftsführer der AFP Nord. Er wird sich an seinen Worten messen lassen müssen.