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Jahresrückblick der Gemeinde Stelle

Kurz nach der gewonnenen Bürgermeisterwahl stieß Robert Isernhagen mit seiner Lebensgefährtin Elke Frerichs an
thl. Stelle. Am Ende des Jahres blickt auch der Bürgermeister der Gemeinde Stelle traditionell zurück auf das vergangene Jahr.
Gemeindeoberhaupt Robert Isernhagen: "2016 war ein Jahr mit vielen besonderen Ereignissen. Zwei dieser Ereignisse waren die Wahlen im Herbst: die Kommunalwahlen am 11. September und die Bürgermeisterwahl am 6. November.
Bei der Kommunalwahl waren die Wahlberechtigten aufgerufen, 26 Ratsmitglieder zu wählen, 2 weniger als 5 Jahre zuvor. Im Zuge der Volkszählung Zensus 2011 wurde die Einwohnerzahl von Stelle nach unten korrigiert. Das Landesamt für Statistik stellte zum maßgeblichen Stichtag 10.912 Einwohner für Stelle fest. Somit waren anstelle von 28 wie vor 5 Jahren (bei über 11.000 Einwohnern), 26 Ratsmitglieder zu wählen. Im neuen Rat gibt es neben CDU, SPD, BIGS und B90/ Die Grünen auch zwei Gruppen. Sie heißen „Ziegler/ FDP“ und Gruppe „Die Umsichtigen: Neubauer (Einzelmandat), Dohrmann (Die Linke)“. Keine der Fraktionen oder Gruppen hat die Mehrheit im Rat, so dass eine konstruktive Zusammenarbeit gefordert ist. Ich bin zuversichtlich, dass diese zum Wohl der Gemeinde gelingt und wir gemeinsam die anstehenden Aufgaben bewältigen werden.
Die Bürgermeisterwahl war notwendig geworden, nachdem Bürgermeister Uwe Sievers zum 1. Juni 2016 in den Ruhestand versetzt worden war. Die Folgen seines schweren Verkehrsunfalls im März 2015 waren so gravierend, dass ihm eine Rückkehr ins Rathaus verwehrt blieb.
Meinen Focus möchte ich zu Beginn meines Rückblicks auf die jüngsten Einwohner unserer Gemeinde richten. Im Bereich der Kindertagesstätten wie auch in der Schullandschaft wurde und wird permanent daran gearbeitet, den verschiedenen Bedürfnissen gerecht zu werden.
Erfreulich ist, dass nach dem Weggang der bisherigen Schulsozialarbeiterin eine neue Kollegin eingestellt werden konnte. Am 23. November hat Frau Verena Bergmann ihre Tätigkeit aufgenommen und unterstützt die Schulen in diesem so wichtigen Aufgabengebiet.
An der Steller Grundschule wie auch an der Grundschule in Ashausen konnten in diesem Jahr die Erweiterungsbauten bezogen werden. In der Grundschule Stelle ist auch der AWO-Hort untergebracht ist. Als sich herausstellte, dass der Hort dauerhaft mit drei Gruppen betrieben wird, zeichnete sich ein erhöhter Raumbedarf ab. Durch einen Anbau entstanden ein Bewegungsraum und sanitäre Anlagen im Untergeschoss sowie weitere Räume für die Grundschule im Erdgeschoss und Obergeschoss. Das Investitionsvolumen beträgt hier rd. 600.000 €.
Für die Grundschule Ashausen wurde auf der Basis des pädagogischen Konzeptes ein Raumprogramm aufgestellt. Durch einen Anbau mit vier neuen Räumen konnte der Raumbedarf gedeckt werden. Außerdem wurde der Verwaltungstrakt vergrößert. Investiert wurden hier rd. 1 Mio. Euro.
Im Bereich der Kindertagesstätten wurden weitere Krippenplätze benötigt. Im gemeindeeigenen Gebäude Kirchweg 1 werden die Räume im Erdgeschoss zurzeit zu einer Krippe umgebaut (geschätzte Baukosten rd. 80.000 €). Die AWO wird die Gruppe als Außenstelle ihrer Kita in der Stettiner Straße betreiben. Die FamilienSTELLE ist aus dem Erdgeschoss in die obere Etage gezogen.
In Fliegenberg ist die Krippe derzeit in Raumzellen untergebracht. Die zeitlich befristete Betriebserlaubnis und die steigenden Anmeldezahlen waren Anlass für die Suche nach einer ganz neuen Lösung. Glücklicherweise konnte die Gemeinde in diesem Jahr Grundstücke erwerben, auf denen eine neue Kita errichtet werden kann. Investitionskosten in Höhe von 1,9 Mio. Euro sind im Haushalt dafür eingeplant. Angestrebt wird die Inbetriebnahme im Sommer 2017. Durch den Wechsel der Krippen- und Kindergartenkinder in das neue Gebäude werden im Fliegenberger Schulgebäude Räume frei. Diese werden benötigt, damit auch dem steigenden Bedarf an Hortplätzen nachgekommen werden kann.
Die erworbene Fläche in Fliegenberg ist groß genug, um auch den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses möglich werden zu lassen. Dies wird eines der Themen sein, mit denen der neue Rat sich befassen wird. Derzeit wird die Bauleitplanung vorangebracht, denn für beide Projekte –Kindertagesstätte und Feuerwehrgerätehaus- müssen zunächst die notwendigen baurechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung geschaffen werden.
Ein weiteres Projekt, welches die Gremien 2016 beschäftigt hat, ist die Ansiedlung eines Nahversorgers an der K 8 vor dem Ortseingang Ashausen. Zwei Investoren haben ihr Projekt vorgestellt und lassen zurzeit eine Verträglichkeitsprüfung durchführen. Fällt das Ergebnis positiv aus, wird die Gemeinde sich weiter mit den Anträgen befassen. Für den in den vergangenen Jahren diskutierten Dorfladen gab es innerorts leider kein geeignetes Grundstück.
Das Bauleitverfahren für das Gewerbegebiet „Fachenfelde-Süd“ konnte in diesem Jahr nur bedingt fortgesetzt werden. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Harburg (WLH) hatte ursprünglich die Entwicklung dieses Gebietes übernommen. Dies änderte sich, nachdem Aldi sein Interesse bekundet hatte, das gesamte Gebiet zu erwerben, um hier ein neues Zentrallager zu errichten. Es ist davon auszugehen, dass alle benötigten Grundstücke von Aldi erworben werden können, so dass das Bauleitverfahren, an dem auch die Öffentlichkeit beteiligt werden wird, im kommenden Jahr vorangetrieben werden kann.
Das Ansiedlungsgesuch einer stahlveredelnden Firma im Bebauungsplan-Gebiet „Fachenfelde-westlich der Uhlenhorst, Neufassung“ wurde seitens der Gemeinde aufgrund der nicht eingehaltenen Festsetzungen im B-Plan abgelehnt. Der hier entstandende Rechtsstreit ist noch nicht abgeschlossen. Das Unternehmen wird sich aber nicht in Stelle ansiedeln; es hat sich jüngst für einen anderen Standort entschieden.
Das Bebauungsplan-Gebiet „Grasweg-West“ wird leider nicht in der ursprünglich geplanten Größe realisiert werden können. Es werden westlich des Graswegs und nördlich der K 86 ca. 35 Grundstücke entstehen, auf denen auch bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden soll.
Gegenüber, im Bebauungsplan-Gebiet „Oldendörpsfeld-West“, wurde nach Fertigstellung der Erschließungsanlagen im September eine kleine Einweihungsparty gefeiert. Hier sind rd. 40 Grundstücke, davon 4 Mehrfamilienhaus-Grundstücke und ca. 10 Doppelhaus-Grundstücke, entstanden.
Der Vorentwurf zum Bebauungsplan „Am Latenbrook“, der für die Regulierung der Bautätigkeit und Erhaltung bestehender Grünflächen im Kernbereich von Stelle aufgestellt werden soll, wurde im Januar 2016 öffentlich ausgelegt. Nachdem alle eingegangenen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange und die der Bürgerinnen und Bürger behandelt worden waren, wurde im Sommer beschlossen, den überarbeiteten Plan erneut öffentlich auszulegen.
Für die Unterhaltungsmaßnahmen an den Gemeindestraßen gibt es in Stelle eine so genannte Prioritätenliste. In diesem Jahr wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Am Achterdeicher Weg wurden zwischen K 86 und der Eisenbahn-Überführung Fahrbahn und Fußweg erneuert. In der Niedersachsenstraße wurde auf einer Länge von fast 300 m der Gehweg erneuert. In Rosenweide wurde der Sinnenweg zwischen der K 1 und der Brücke verbreitert. In einem
1. Bauabschnitt wurde der Querweg zwischen Fliegenberg und Rosenweide auf einer Länge von 400 m um 1 m verbreitert. An verschiedenen anderen Straßen wurden DSK-Schichten eingebaut (Dünne Asphaltschichten im Kalteinbau). Zu nennen sind u.a. 160 m im Büllhorner Weg zwischen Mühlenkamp und Schlehenweg sowie 230 m im Deependahl zwischen Harburger Straße und Niedersachsenstraße / Bergstraße und 550 m im Duvendahl zwischen Am Osterfeld und Friedhof.
Den Jahresrückblick möchte ich nutzen, um den vielen ehrenamtlich Tätigen in der Gemeinde Stelle zu danken. Sie haben sich in uneigennütziger und vorbildlicher Weise für die Gemeinschaft engagiert. Beispielhaft genannt seien der Helferkreis für die Flüchtlingsintegration, der Arbeitskreis für ältere Mitbürger, der Verein „Senioren miteinander“, der Heimatverein, die vielen fleißigen Aktiven im Sport-, Kunst- und Kulturbereich.
Frau Helga Ohl war lange Jahre Vorsitzende des DRK-Ortsvereins. Sie hat den Vorsitz aus Altersgründen aufgegeben und wurde auf der letzten Ortsvereinssitzung zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Den Vorsitz führt nun Frau Ruth Rudnik. Beiden Damen gebührt großer Dank.
Zu betrauern war 2016 der Tod von Hermann Ohl. Er war u.a. Vorsitzender des Vereins „Grüner Kreis“. Der Grüne Kreis hat viele Projekte in Zusammenarbeit mit der Gemeinde realisiert und organisiert, u.a. zusammen mit dem Gewerbeverein die Ausstellung „Schaffendes Stelle“, die alle zwei Jahre stattfindet und im Oktober wieder ein großer Erfolg war. Der Grüne Kreis konnte leider noch keinen neuen Vorsitzenden finden.
Es ist nicht selbstverständlich, dass Menschen sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich für solche Aufgaben zur Verfügung stellen. Die erwähnten Personen und Vereine sind nur beispielhaft genannt für die vielfältige Vereinslandschaft, die es in Stelle gibt. Ohne sie wäre die dörfliche Gemeinschaft im Gemeindegebiet um ein Vielfaches ärmer.
Ehrenamtlich organisiert wird die Städtepartnerschaft mit Plouzané, die in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag feierte. Eine Gruppe von 20 Personen fuhr im September in die wunderschöne Bretagne, um die Geburtstagsfeier in Plouzané zu erleben. Eine knappe Woche blieb die Gruppe dort. Der OPEP, Partnerschaftsausschuss in Plouzané, hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Mit vielen neuen Eindrücken kehrte die Gruppe zurück. Im nächsten Jahr findet der Gegenbesuch in Stelle statt. Dann werden gleich zwei Geburtstage gefeiert, denn die Partnerschaft mit Glenfield in England besteht im nächsten Jahr 20 Jahre, so dass wir neben den Gästen aus Plouzané auch Gäste aus Glenfield begrüßen werden.
Der 60. Geburtstag des Steller Freibades im August wurde ebenfalls mit Unterstützung durch ehrenamtliches Engagement vieler Helfer zu einem besonderen Event. Die Besucher konnten bei freiem Eintritt und bestem Wetter einen tollen Tag erleben. Ein buntes Rahmenprogramm war auf die Beine gestellt worden. Die neue Kioskpächterin kümmerte sich liebevoll um das leibliche Wohl der Besucher. Mit einer Open-air Kino-Vorführung endete der Tag. Das Steller Freibad wurde im Mai übrigens zu einem von „99 Lieblingsplätzen für Aktive“ in der Metropolregion Hamburg ausgezeichnet. Es ist nach wie vor ein Besuchermagnet und erfreut sich großer Beliebtheit. Damit das so bleibt, investiert die Gemeinde beständig, u.a. in energetische Maßnahmen umgesetzt, um die Betriebskosten dauerhaft zu senken und gleichsam etwas zum Klimaschutz beizutragen.
Das Stichwort Klimaschutz lässt mich überleiten zum Förderprogramm der Gemeinde „Wärmeschutz im Gebäudebestand“, welches nach wie vor erfolgreich läuft. Viele Hausbesitzer sind bereit zu investieren und etwas zur Energieeinsparung und damit zum Klimaschutz beizutragen. Seit 2012 wurden rd. 230 Förderanträge gestellt, davon 44 im Jahr 2016.
2017 steht vor der Tür. Zunächst stehen die Haushaltsberatungen für 2017 an, die der neue Rat zu bewältigen hat. Keine leichte Aufgabe angesichts der finanziellen Situation der Gemeinde. Außerdem müssen laufende Projekte, wie z.B. die Bauleitverfahren, fortgesetzt und zum Abschluss gebracht werden. Auch mit neuen Projekten und Aufgaben werden sich Rat und Verwaltung auseinandersetzen müssen.
Ich möchte an dieser Stelle allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Gemeindeverwaltung meinen herzlichen Dank aussprechen, weil sie in den vergangenen Monaten viel Mehrarbeit auf sich genommen haben, um einen reibungslosen Ablauf in der Verwaltung und in der Ratsarbeit zu gewährleisten.
Liebe Bürgerinnen und Bürger, ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes, friedliches und erfolgreiches Jahr 2017."