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Katastrophenschutzübung des Landkreises Harburg: "Sturmflut" mit "Deichbruch" in Fliegenberg

Impressionen: Katastrophenschutzübung des Landkreises Harburg
bs. Winsen. Großflächige Stromausfälle, blockierte Autobahnen und eine schwere Sturmflut mit brechenden Deichen, das war jetzt das Horror-Szenario der am vergangenen Samstag durchgeführten Katastrophenschutzübung des Landkreises Harburg.
Bei dem praktischen Teil, der Deichverteidigungsübung, drohte der Deich in Höhe des Fliegenberger Sportplatzes zu brechen: Unkontrollierbare Wassermassen "drückten" dabei gegen und unter die Schutzmauer, die an drei Schadstellen von den Einsatzkräften verteidigt werden musste.
In Zusammenarbeit mit dem Verbandsvorsteher des Deich- und Wasserverband Vogtei Neuland, Christoph Sander, "alarmierte" die Einsatzleitung der Kreisfeuerwehr daher eine der drei Deichverteidigungsbereitschaften des Landkreises, bestehend aus den Wehren Buchholz, Jesteburg, Seevetal sowie Winsen.
Zusammen mit den örtlichen Wehren Fliegenberg und Hoopte, arbeiteten somit insgesamt rund 100 Männer und Frauen an der Behebung der "Schadstellen" und probten rund 4 Stunden bei Minusgraden den Ernstfall. "2013 hatten wir das letzte große Hochwasser, wir wollten die Einsatzkräfte nach dieser kraftraubenden Zeit erst einmal etwas zur Ruhe kommen lassen und haben daher erst jetzt wieder eine Übung dieser Art angesetzt", erklärt dazu Christoph Sander.
Auch Landrat Rainer Rempe verschaffte sich vor Ort einen Eindruck über die schnelle Handlungsfähigkeit und die unermüdliche Einsatzbereitsbereitschaft der vielen freiwilligen Helfer. "Ein großes Dankeschön an Alle, die auch an einem Wochenende immer dabei sind. Auch wenn es heute zum Glück nur gestelltes Szenario ist, sind Übungen das A und O, um bestmöglich auf den Ernstfall vorbereitet zu sein", so Rempe.
Auch in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Hittfeld (FTZ) wurde der Ernstfall geprobt: Von hier koordinierte der Katastrophenschutzstab und die Technische Einsatzeinleitung die Einsatzkräfte, um das vorgegebene Szenario reibungslos und möglichst effektiv abzuarbeiten. "Das ist der ultimative 'Stresstest' für die FTZ. Wir wollen mit diesen Übungs-Szenarien vor allem erreichen, dass alle Vorgänge bestmöglich aufeinander abgestimmt und in sich optimiert werden. Denn das ist mit die größte Herausforderung bei Katastrophen dieser Art", erklärt dazu Geschäftsführer des Deichverbands und Gesamtübungsleiter Ronald Oelkers vom Ordnungsamt des Landkreises Harburg.
Dabei half auch eine erstmals eingesetzte Sandsackfüllmaschine, mit der in kürzester Zeit rund 1.000 Sandsäcke befüllt werden konnten.
Nach Beendigung der Übung, zeigten sich die Verantwortlichen sehr zufrieden mit dem Verlauf des Einsatzes und sprachen allen Einsatzkräften ihren Dank bei einer gemeinsamen Mahlzeit aus.