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"Kein Interesse an Kundenbelangen": Anke Kröger war nach einer Telefonleitungs-Panne der EWE eine Woche ohne Hausanschluss

Freut sich, dass das Festnetz endlich wieder funktioniert: Anke Kröger mit ihrem Telefon
ce. Winsen. "Für die Belange des Kunden scheint hier kein großes Interesse vorzuliegen. Eine ärgerliche unendliche Geschichte!" Das sagt Anke Kröger (51) aus dem Winsener Ortsteil Rottorf, die bittere Erfahrungen mit der EWE gemacht hat. Das Energieversorgungs- und Telekommunikationsunternehmen schnitt die Krögers aufgrund eines Schaltfehlers eine Woche lang von der Außenwelt ab. Über ihre Odyssee bis zur Wiedererlangung des Anschlusses führte Anke Kröger ein "Pannen-Tagebuch".
Es beginnt an einem Donnerstag Mitte November. "Plötzlich hatten wir aus heiterem Himmel kein Internet und kein Telefon-Festnetz mehr", berichtet die Hausfrau gegenüber dem WOCHENBLATT. Nach mehreren Anrufen per Handy bei der EWE-Störungsstelle kommt von dort per SMS die Info, dass die Bearbeitung voraussichtlich innerhalb von vier Tagen erfolgen werde.
Beim Versuch, die eigene Festnetznummer mit dem Handy anzurufen, landet Anke Kröger - bei ihrem Nachbarn. Dessen Anschluss war am gleichen Tag von einem anderen Anbieter auf EWE umgestellt worden. Dabei hatte der Fernmeldetechniker am Schaltkasten unweit des Krögerschen Hauses offenbar deren Leitung auf dem Port des Nachbarn installiert.
Anderntags ruft Anke Kröger erneut bei einem EWE-Mitarbeiter an und bittet ihn, "möglichst schnell und unkompliziert mit der Telekom in Verbindung zu treten, um eine erfolgreiche Störungsbehebung zu erreichen". Dies bleibt ein frommer Wunsch, denn in der Folge wird sie immer wieder vertröstet - mal mit dem Hinweis auf eine Verzögerung aus verschiedensten Gründen, mal von der Störungsstelle mit Verweis auf vorrangige Arbeiten am EWE-eigenen Server.
Erst sechs Tage nach dem Beginn des Telefon- und Internetausfalls teilt die EWE den Krögers mit, dass sie am folgenden Tag einen Telekom-Mitarbeiter vorbeischicken wird, der den Fehler im Schaltkasten behebt.
Die Freude von Anke Kröger, dass sie endlich wieder am Festnetz telefonieren kann, ist noch immer leicht getrübt. "Wir verhandeln mit der EWE noch über einen Schadensersatz für die netzlose Zeit", sagt sie. "Zudem hatte sich mein Sohn gerade online an mehreren Stellen als Fachinformatiker beworben, war dann aber für Vereinbarung von Vorstellungsterminen plötzlich nicht mehr erreichbar."