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Klage gegen "Betonklotz"

So soll der Neubau aussehen, den die Anwohner nicht wollen (Foto: Artrium Architekten)
Anwohner wollen Bauvorhaben verhindern / Politik mischt mit

thl. Winsen. Der Streit um das das Neubauvorhaben "Altstadttor" - dem von Gegnern sogenannten Betonklotz - in der Deichstraße/Ecke Luhestraße geht weiter. Ein Anwohner hat bei der Stadt Widerspruch gegen die Baugenehmigung eingelegt. Dieser wurde jedoch von der Verwaltung verworfen, woraufhin der Anwohner Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht hat. Derzeit ist noch offen, wie lange das Verfahren dauert.
Wie das WOCHENBLATT berichtete, empfinden die Anwohner aus der Luhestadt das neue Gebäude als zu massiv und unpassend.
Und auch von Seiten der Politik gibt es Widerstand. "Wir haben Akteneinsicht gehabt und darin einige Ungereimtheiten bei der Erteilung der Baugenhmigung gefunden, über die wir sprechen müssen", so Dr. Erhard Schäfer von der Gruppe Grüne/Linke.
Unbeeindruckt davon, will das Büro Artrium Architekten in Kürze mit dem Abriss des alten Gebäudes beginnen. "Mein Wunsch wäre, Ende Februar/Anfang März loslegen zu können", sagt Architekt Ulrich Salvers. Derzeit laufe bereits der Verkauf der Wohnungen. Ist eine bestimmte Anzahl verkauft, kann der Neubau beginnen. In dem Neubau entstehen 14 Eigentumswohnungen, darunter zwei Penthouse-Wohnungen, sowie zwei Ladengeschäfte. Dabei werde man sich strikt an die rechtsgültige Baugenehmigung.
Bevor Abriss und Neubau beginnen, wollen Salvers und seine Kollegin Patricia Stratmann einen unabhängigen Gutachter mit der Aufnahme des Ist-Zustandes der angrenzenden Wohnhäuser auf Klein Korsika - so heißt die Luheinsel im Volksmund - beauftragen. „Sollten durch unsere Bauarbeiten Schäden an anderen Gebäuden entstehen, kommen wir selbstverständlich dafür auf“, versprechen die beiden Architekten und fügen hinzu: „Wir sind auch immer zum sachlichen und konstruktiven Gespräch mit den Anwohnern bereit.“