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Knappes Ja zur Umfahrung

Unter der Leitung von Justiziar Theodor Peters (li.) zählten Mitarbeiter der Stadtverwaltung die Umfrage aus
thl. Pattensen. Die Mehrheit der Pattensener Bürger möchte eine Ortsumfahrung haben. Das ist das Ergebnis der Meinungsumfrage, die die Stadt Winsen kürzlich unter allen Pattensenern ab 16 Jahren durchgeführt hat.
Obwohl die Auszählung der Abstimmung am Mittwochabend öffentlich war, fanden nur gut zwei Dutzend Bürger den Weg in den Landgasthof Maack-Kramer. Dabei hielten sich Befürworter und Gegner die Waage. Knapp eine Stunde dauerte die Auszählung, dann gab Bürgermeister André Wiese das Ergebnis bekannt. Insgesamt habe man 1.577 Fragebögen verschickt, von denen 1.055 zurückgekommen seien, so Wiese. Das mache eine Beteiligung von 66,9 Prozent aus. Zwei der abgegebenen Stimmen seien ungültig. Am Ende stimmten 546 Bürger (51,85 Prozent) für den Bau einer Ortsumgehung und 507 (48,15 Prozent dagegen). "Damit haben wir ein Meinungsbild, dass der Stadtrat in seiner Sitzung am 10. Dezember würdigen und dann entscheiden muss, ob der Antrag zur Einleitung der Ortsumfahrungsplanung eingereicht wird", so Stadtsprecher Theodor Peters.
Die Gegner der Ortsumfahrung zweifeln die Rechtmäßigkeit des Umfrageergebnisses allerdings an. Bei der Versendung der Meinungsumfrage habe die Stadt zunächst nicht überall Freiumschläge für die Rücksendung mitgeschickt, sodass einige Unterlagen doppelt versandt wurden, hieß es. Zum anderen sei nicht sichergestellt, dass das auch alle Rückantworten waren, die ausgezählt wurden. "Die Briefe wurden ins Rathaus geschickt und lagen dort viele Tage herum. Wer garantiert uns, dass dort kein Schmu betrieben wurde und diese Auszählung hier nur Show war?", fragen die Gegner.