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"Kommen nicht im Schlafwagen zu Olympia": Land Niedersachsen und Landkreis Harburg fehlen in neuer Bewerbungsgesellschaft für die Spiele

Zeigen Flagge für Olympia: Landrat Rainer Rempe (vorne li.) und seine Mitarbeiter (Foto: Landkreis Harburg)
ce. Landkreis. Feuer und Flammen für Olympia 2024 in Hamburg waren Landrat Rainer Rempe und seine Mitarbeiter, als sie kürzlich vor dem Kreishaus in Winsen Flagge für die Spiele und die potenziellen Austragungsorte Garlstorf und Luhmühlen zeigten. Haben sich die Hoffnungen nun zerschlagen? Bei der jetzt gegründeten Olympia-Bewerbungsgesellschaft sind als Gesellschafter der Deutsche Olympische Sportbund, die Freie und Hansestadt Hamburg, der Bund, das Land Schleswig-Holstein und die Stadt Kiel sowie die Handelskammer Hamburg dabei - aber weder das Land Niedersachsen noch der Landkreis Harburg.
Das stößt den Kreistagsfraktionen von CDU und Wählergemeinschaft (WG) sauer auf. "Niedersachsen - und hier insbesondere der Kreis Harburg als direkter Nachbar von Hamburg - wird erheblich in die Auswirkungen der Olympiade eingebunden sein", heißt es in einer Pressemitteilung. Am Schießstand in Garlstorf und im Reitsportzentrum Luhmühlen gehe man davon aus, Olympia-Standort zu werden. "Daher setzen wir uns dafür ein, dass das Land und der Landkreis selbst Gesellschafter der Bewerbungsgesellschaft werden", so CDU und WG. Einen entsprechenden Antrag haben sie für die nächste Sitzung des Kreisausschusses gestellt.
"Vom Land bin ich enttäuscht, dass es nicht in der Bewerbungsgesellschaft drin ist", sagt Landtagsabgeordneter, CDU-Kreistagsmitglied und Vize-Landrat Heiner Schönecke gegenüber dem WOCHENBLATT. "Was unseren Landkreis betrifft, habe ich immer betont: Wir kommen nicht im Schlafwagen zu Olympia, sondern müssen mehr Initiative zeigen!"
"Wir sind mit unseren Standorten Luhmühlen und Garlstorf weiterhin Teil der Bewerbung. Auch auf Verwaltungsebene führt der Landkreis intensive Gespräche mit den Betreibern der Hamburger Bewerbung", erklärt Kreis-Sprecher Johannes Freudewald.
Will der Landkreis den Anschluss an Olympia nicht verpassen, muss er sich sputen. Nach WOCHENBLATT-Informationen plant der Schützenverband Hamburg gemeinsam mit den Stadtwerken Norderstedt ein Schießsportzentrum in Norderstedt. Besonders pikant: An der Spitze des Hamburger Verbands steht mit Lars Bathke ein Seevetaler.