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"Konzept ist beispielgebend": Neues Notfall- und Diagnostikzentrum (NDZ) im Krankenhaus Winsen wurde mit 400 geladenen Gästen eingeweiht

Durchschnitten das Band bei der Neubau-Eröffnung (v. li.): Torsten Riemer, technischer Leiter des Krankenhauses, Staatssekretär Jörg Röhmann, Krankenhaus-Geschäftsführer Norbert Böttcher, Ärztlicher Direktor Heiner Austrup und Landrat Rainer Rempe
 
"Das Krankenhaus stellt sich zukunftsfähig auf": Staatssekretär Jörg Röhmann beim Vortrag
ce. Winsen. „Dies ist ein Tag des Neustarts im Kernbereich eines Krankenhauses, das sich zukunftsfähig aufstellt!“ Das betonte Jörg Röhmann, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, am Mittwoch im Krankenhaus Winsen. Anlass war die Einweihung des neuen Notfall- und Diagnostikzentrums (NDZ) nach gut zweijähriger Bauzeit. Rund 400 geladene Gäste kamen zum Festakt.
Das NDZ ist zentrale Anlaufstelle für Patienten mit Verletzungen und akuten Beschwerden, die nicht von niedergelassenen Fachärzten versorgt werden können. Der Neubau erfolgte im Zuge der Reorganisation des Krankenhausbetriebes, die auch den OP-Trakt umfasst. Dieser wird voraussichtliche Ende dieses Jahres fertiggestellt. Der gesamte Neubau erstreckt sich über 4.500 Quadratmeter mit 4.000 Quadratmetern Nutzfläche. Davon umfasst das NDZ 3.760 Quadratmeter auf drei Etagen. Die übrige Fläche nimmt der gemeinsame Eingangsbereich mit Veranstaltungshalle ein. Der Neubau steht auf rund 200 Pfählen, die ins Erdreich eingelassen wurden. 6.000 Tonnen Beton und 320 Tonnen Stahl wurden verbaut. Im Erdgeschoss befinden sich die chirurgische und internistische Notfallambulanz, die Einfahrt für Rettungswagen sowie acht Betten, in denen Patienten bis zu sechs Stunden engmaschig medizinisch versorgt werden können. Im 1. Stock sind Innere Medizin und Allgemeinchirurgie untergebracht, im 2. Stock das Traumazentrum mit Ambulanz für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie.
Von allen Stockwerken gibt es direkte Verbindungen zum Haupthaus. Ärzte und Pflegekräfte können ohne Barrieren von der Station in die Ambulanz und zurück gelangen, Erkrankte bei Bedarf sofort stationär aufgenommen werden.
Die Kosten für das NDZ belaufen sich auf 15,3 Millionen Euro und für den OP-Bereich auf 3,1 Millionen Euro. Zuschüsse in Höhe von 12,4 Millionen Euro (9,9 Millionen für NDZ, Rest für OP) gab es vom Land Niedersachsen, die Stadt Winsen steuerte 265.000 Euro für die Neugestaltung der Außenanlagen bei.
Staatssekretär Jörg Röhmann hob hervor, das neue Krankenhaus-Konzept sei „mindestens für die nächsten zehn Jahre beispielgebend“.
Norbert Böttcher, seit 25 Jahren Geschäftsführer der Krankenhäuser Buchholz und Winsen, unterstrich die Bedeutung des NDZ als „Meilenstein für die Zukunftsfähigkeit des Krankenhauses“. Das investierte Finanzvolumen spiegele wider, wie wichtig diese Einrichtung für die Bevölkerung sei. Böttcher bedankte sich bei allen Mitarbeitern, Geschäfts- und Verhandlungspartnern, die zum Gelingen des Projektes beitrugen.
„Heute ist ein großartiger Tag für Winsen und den Landkreis Harburg“, zeigte sich auch Landrat Rainer Rempe vom NDZ beeindruckt. Dieses sei ein zentraler Faktor zur Stärkung der Stadt Winsen als Standort im Süden der Metropolregion Hamburg.
Dr. Heiner Austrup, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses, attestierte dem neuen Zentrum, es sei „funktionell, strukturell und optisch ein Glanzstück“ geworden. Folgerichtig definierte er auch das Kürzel NDZ neu: „Wir überlassen nichts dem Zufall!“

- Erinnerung an NDZ-"Gründungsvater" Norbert Böhlke:
Bewegender Augenblick bei der Einweihung des Notfall- und Diagnostikzentrums (NDZ) im Krankenhaus Winsen: Als einen der „Gründungsväter“ des NDZ würdigte Krankenhaus-Geschäftsführer Norbert Böttcher den 2014 im Alter von 59 Jahren verstorbenen CDU-Landtagsabgeordneten Nobert Böhlke aus Meckelfeld. Böhlke war unter anderem Mitglied im Sozialausschuss des Landtages, gesundheits- und sozialpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und Mitglied der Gesellschafterversammlung der gemeinnützigen Krankenhaus Buchholz und Winsen GmbH.
„Norbert Böhlke hat das Projekt NDZ sehr engagiert mit vorangetrieben“, sagte Norbert Böttcher. Als Erinnerung an diese Verdienste übergab er eine gerahmte Entwurfzeichnung des NDZ an Böhlkes Witwe Sabine.
Staatssekretär Jörg Röhmann vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung betonte, Norbert Böhlke habe sich „mit viel Energie für das Gesundheitswesen im Kreis Harburg und im ganzen Land eingesetzt“. Auch die gesundheitliche Versorgung für die Menschen in der Samtgemeinde Salzhausen habe Böhlke am Herzen gelegen. Die Umwandlung des Krankenhauses Salzhausen nach dessen Insolvenz in ein ambulantes Gesundheitszentrum sei daher von ihm mit angeschoben worden.