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Kooperation von Landwirten und Wasserversorgern im Landkreis Harburg: Grundwasserversorgung nachhaltig sichern

Auf der Fachtagung (v. li.): Günter Hentschel, Dr. Knut Meyer, Rainer Rempe, Tim Eiler und Dr. Stefan Lamprecht (Foto: oh)
ce. Winsen. "Wie können wir bei der Grundwasserförderung und Bodenbewirtschaftung eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Grundwasserversorgung sicherstellen?" Diese Frage erörterten Vertreter von Landwirtschaft und Wasserversorgern jetzt auf Einladung der Abteilung Boden/Luft/Wasser des Landkreises auf einer Fachtagung im Winsener Kreishaus. "Grundwasserschutz und Landwirtschaft müssen naturverträglich und ertragssichernd in Einklang gebracht werden“, hob Erster Kreisrat Rainer Rempe hervor.
Die Zusammenarbeit im Rahmen der Wasserschutzgebiets-Kooperationen funktioniere - so Rempe weiter - sehr gut. Zudem sei der 2012 gegründete Beregnungsverband Harburg, dem 200 Landwirte angehören, ein wichtiges Instrument, um das gemeinsame Ziel zu erreichen. Im Gegensatz zu anderen Regionen in Niedersachsen habe die Belastung des Grundwassers im Kreis Harburg zwar noch keine kritischen Werte erreicht. Dennoch müsse die Entwicklung genau im Auge behalten werden. Die nachhaltige Sicherung der Grundwasservorräte setze dabei der Grundwasserentnahme ebenso wie dem Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln Grenzen.
Bei den Vorträgen und Diskussionen im Rahmen der Tagung referierten Günter Hentschel vom Wasserbeschaffungsverband Harburg, Dr. Stefan Lamprecht (Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer Niedersachsen), Tim Eiler (Landwirtschaftskammer Niedersachsen) und Dr. Knut Meyer (Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie).
Patentlösungen könne es angesichts unterschiedlicher Interessenlagen sicherlich keine geben, räumte Rainer Rempe ein. „Ein dauerhafter und offener Dialog, den wir mit dieser Fachveranstaltung anstoßen wollen, ist jedoch der richtige Weg, um gemeinsam Lösungsstrategien zu entwickeln.“