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Krankenhaus Winsen weihte Raum der Stille ein

Dank an die Akteure: Geschäftsführer Norbert Böttcher (5. v. re.) und Landrat Rainer Rempe (4. v. re.) mit den Mitwirkenden der Feierstunde und des ökumenischen Gottesdienstes (Foto: Krankenhaus Winsen)
ce. Winsen. Das Krankenhaus Winsen verfügt jetzt über einen Raum der Stille für alle, die innere Einkehr suchen. Die Ausgestaltung des Raumes haben junge Kunsthandwerker vorgenommen und Winsener Bürger mit ihren Spenden bezahlt. Eröffnet wurde der Raum der Stille mit einer Feierstunde und einem ökumenischen Gottesdienst.
Der Andachtsraum verdankt seine Entstehung größeren Bauarbeiten. Sie machten es nötig, die Patientenanmeldung der Klinik vorübergehend auszugliedern. Statt für einen Container entschied sich das Krankenhaus für einen dauerhaften elliptischen Baukörper. "Dieser hat nun eine Methamorphose zum Andachtsraum und Raum der Stille vollzogen", so Norbert Böttcher, Geschäftsführer der Krankenhäuser Buchholz und Winsen.
Für diesen Raum hat die Tischlerin Rebekka Vaick aus Winsen Möbel aus europäischem Kirschbaum geschaffen. Intarsien aus Mahagoni nehmen den elliptischen Schwung des Raumes auf und verkörpern zugleich das Wasser, das positive Energie spendet. Eine Anspielung auf das Motto des Raumes, Bethesda, eine Zisterne in Jerusalem. Sie wird im Johannes-Evangelium als Ort beschrieben, an dem Jesus einen Kranken heilt.
Lea Schulz-Dievenow aus Porta-Westfalica thematisiert in ihren Glasfenstern das biblische Motiv und stellt einen Mann dar, der zunächst leidend liegt, dann Hoffnung schöpft und schließlich beseelt und voller Zuversicht seiner Wege geht.
"Auch im Krankenhaus erleben Menschen Leid. Der Tod gehört zum Alltag in einer Klinik. Und jeder hat schon in seinem Umfeld die Erfahrung gemacht, dass am Ende des Lebens spirituelle und existenzielle Fragen eine herausragende Bedeutung erlangen", so Norbert Böttcher bei der Eröffnung des Raums der Stille. Deshalb sei die Krankenhausseelsorge tief integriert in die Arbeit der Behandlungsteams. Als wie wertvoll diese Arbeit wahrgenommen werde, zeige sich auch daran, "dass Bürger aus der Region sich mit ihren Institutionen für ihren Andachtsraum in ihrem Krankenhaus engagiert haben", so Böttcher weiter. Eine Kapelle wie diese sei für Kliniken eine Besonderheit und stehe in der Tradition der christlichen Wurzeln der beiden Krankenhäuser in Winsen und Buchholz.
Landrat Rainer Rempe lobte die Krankenhaus-Geschäftsführung für das einfühlsame Umfeld, das geschaffen worden sei, um Patienten und Besuchern der Klinik Gelegenheit zum Innehalten zu geben.
In einer interaktiven Bibelauslegung empfanden Pastor Jürgen Pommerien, Superintendent Christian Berndt, Pastor Dr. Stefan Stiegler vom Hamburger Albertinen Krankenhaus und Pastorin Simone Uhlemeyer-Junghans die Bethesda-Szene aus dem Johannes-Evangelium nach. Gospel-Sängerin Janice Harrington und ihre vierköpfige Band verwandelten Gottes Botschaft in Musik, die Hände klatschen und Füße wippen ließ. Als Zeichen der Verbundenheit beider Kirchen überreichte der katholische Pfarrer Piotr Matlok eine Altarbibel für den Raum der Stille an Jürgen Pommerien.