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Krümmel-Zukunft bleibt ungewiss

Ist seit 2011 stillgelegt: das vom Energiekonzern Vattenfall betriebene Kernkraftwerk in Krümmel (Foto: archiv)
ce. Marschacht. Die Zukunft des Kernkraftwerks Krümmel bleibt auch fünf Jahre nach dessen endgültiger Stilllegung in 2011 und trotz des 2015 vom Energiekonzern und Kraftwerksbetreiber Vattenfall gestellten Rückbauantrages weiter ungewiss. Das war der Tenor einer Infoveranstaltung mit Miriam Staudte, atompolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, die jetzt in Marschacht stattfand. Der Gast aus Hannover kam auf Einladung von Malte Jörn Krafft, Grünen-Spitzenkandidat für die Samtgemeinderats-Wahl am 11. September.
Miriam Staudte erklärte, die Aussicht auf ein baldiges Ende des Kapitels Krümmel werde auch dadurch getrübt, dass Vattenfall die Bundesrepublik Deutschland vor einem internationalen Schiedsgericht wegen der Stilllegung des Atommeilers in der Elbmarsch und des ebenfalls von Vattenfall betriebenen Kraftwerks Brunsbüttel auf Schadensersatz in Höhe von 4,5 Milliarden Euro verklagt habe. Vattenfall wolle - so Staudte weiter - den Rückbauantrag womöglich zurückziehen oder eine etwaige Genehmigung nicht nutzen.
Sollte es zum Rückbau kommen, könnten 2018 alle Brennelemente in Krümmel in Castoren verstaut und spätestens 2019 der Abbau genehmigt werden, skizzierte Mirjam Staudte einen möglichen Zeitablauf. Frühestens 2029 und spätestens 2034 würde das Kernkraftwerk-Gebäude aus dem Strahlenschutzrecht entlassen, erst dann wäre der endgültige Abriss umsetzbar.
• Als Spitzenkandidaten bei der Kommunalwahl am 11. September treten neben Malte Jörn Krafft auf Samtgemeindeebene außerdem Dörte Land in der Gemeinde Drage, Roger Günzel in Marschacht und Walter Mohrmann in Tespe an.