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Landessuperintendent Rathing lobt Winsener Idee eines Cafés für Flüchtlinge und Asylbewerber: "Schon vor Kritik reagieren"

Vor der Winsener St. Marien-Kirche (v. li.): Ulrike Koehn, Dieter Rathing und Christian Berndt
ce. Winsen. "Man darf nicht erst reagieren, wenn kritische Stimmen gegenüber Menschen aus anderen Kulturen laut werden. Deshalb finde ich die Idee dieses Treffpunktes sehr gut." Das sagte Dieter Rathing (56), Landessuperintendent des Sprengels Lüneburg, als ihm in Winsen jetzt von der Kirchengemeinde das Projekt eines "Internationalen Cafés" für Flüchtlinge und Asylbewerber vorgestellt wurde.
Die Luhestadt war eine Station auf Rathings Visitationstour durch den Sprengel mit seinen elf Kirchenkreisen, zu denen auch Winsen gehört. Der Kirchenkreis Winsen umfasst 16 Gemeinden mit insgesamt rund 43.000 Mitgliedern.
"Wir möchten das Café nach den Herbstferien im Gemeindezentrum eröffnen und den Ausländern dort einmal wöchentlich die Möglichkeit geben, soziale Kontakte zu knüpfen", sagten die Winsener Pastorin Ulrike Koehn und Kirchenkreis-Superintendent Christian Berndt bei der Vorstellung des Projektes.
Dieter Rathing lobte die "große Gestaltungskraft" des Kirchenkreises Winsen. Dieser trage insbesondere mit seinen Stiftungen, die auch die Finanzierung von Pfarrstellen unterstützen, zum lebendigen Gemeindeleben in der Region bei.
Eine "baldige Lösung" mahnte der Landessuperintendent bei der Diskussion um die von der Landeskirche aus Kostengründen gewollte Zusammenlegung der Kirchenkreisämter Winsen und Lüneburg an. "Fusion ja oder nein - diese Frage muss entschieden werden, damit die Verunsicherung der Menschen nicht noch weiter wächst", so Rathing.
Als "gelungenen alternativen Gottesdienst mit großer Programmvielfalt" lobte er schließlich die Thomas-Messe. Diese aus Finnland stammende Gottesdienstform mit ökumenischen Ansätzen, mit denen die evangelische Kirche fragende Christen und Gottesdienstmuffel ansprechen will, wird in Deutschland seit 1993 auch in Winsen angeboten, wo im Oktober 20-jähriges Bestehen gefeiert wird.
- Für das "Internationale Café" sucht die Kirchengemeinde Winsen noch Freiwillige, die sich ehrenamtlich etwa durch das Anbieten von Kaffee oder Tee engagieren. Interessierte sollten gut Englisch oder Französisch sprechen und sich mit den Gästen verständigen können. Ein erstes Treffen der Freiwilligen findet am Mittwoch, 25. September, um 19.30 Uhr im St. Marien-Gemeindezentrum (Kirchstraße 2) statt.