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Landwirtschafts-Experten hoffen auf gute Ernte

In einem Winterweizen-Feld (v. li.): Matthias Kruse, Ulrich Peper, Willy Isermann und Rudolf Meyer
 
Werben für die Verlosungsaktion (v. li.): Matthias Kruse, Willy Isermann, Rudolf Meyer, Ulrich Peper, Kruses Mitarbeiter Marco Petersen, Ralf-Peter Dieck (Maschinenring Harburg) und Kruses Sohn Jannes

Mähdrescher-Mitfahrtour wird verlost

ce. Wulfsen. "Wir rechnen mit dem Heranwachsen einer gut durchschnittlichen Ernte, die von Trockenheit weitgehend verschont geblieben ist." Das erklärte jetzt Kreislandwirt Willy Isermann auf einer Pressekonferenz, die der Kreisverband Lüneburger Heide des Niedersächsischen Landvolks und die Landwirtschaftskammer anlässlich der jetzt anstehenden Getreide und Rapsernte in Wulfsen gaben. Mit dabei waren auch Landvolk-Kreisvorsitzender Rudolf Meyer, Ulrich Peper, Leiter der Buchholzer Landwirtschaftskammer-Außenstelle, und der Wulfsener Landwirt Matthias Kruse als Gastgeber.
"Zur Hauptbestellzeit der Wintersaaten im Herbst hatten wir überwiegend gute Bedingungen", blickte Ulrich Peper auf die Vegetationsentwicklung zurück. Wie in den Vorjahren habe es einen recht milden Winter mit kurzen Dauerfrostphasen gegeben, gefolgt von einem kühlen und regenreichen Frühjahr. Witterungsbedingt herrschten laut Peper im Frühjahr teilweise schwierige Saatbedingungen für Sommergetreide, Hackfrüchte (Kartoffeln, Zuckerrüben) und Mais. Aktuell schon sehr reif sind alle Wintergetreidearten und der Winterraps. Etwa die Hälfte der Gerstenernte haben die Landwirte bereits eingefahren.
"Erträge und Qualitäten schwanken deutlich", räumte Ulrich Peper ein. Hackfrüchte und Mais würden sich gut entwickeln. "Der Rapsanbau ist rückläufig. Es gibt viele schlechte Bestände, wofür die Ursache noch unklar ist. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich der Anbau künftig wirtschaftlich rechnet", gab Willy Isermann zu bedenken. Geerntet wird zuerst die Gerste, gefolgt von Raps, Roggen und Weizen.
Die Getreide-Erntepreise bewegen sich laut Isermann zwischen 13 und 17 Euro je Dezitonne (2016: 12 bis 16 Euro). Dabei wird Qualitätsgetreide um 1 bis 2 Euro besser bezahlt als das Futtergetreide. Bei Raps sind nach der Ernte um 35 Euro pro Dezitonne (2016: 33 bis 34 Euro) vorstellbar.
Im Landkreis Harburg gibt es derzeit etwa 55.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche. Davon sind gut zwei Drittel Acker- und ein Drittel Grünland. "Damit ist der Anbau auf dem Acker im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert geblieben", bilanzierte Ulrich Peper.

- Mähdrescher-Tour wird verlost bei Online-Aktion "Ernten mit den Großen"
(ce). "Ernten mit den Großen" lautet das Motto, unter dem das Online-Portal „Landwirtschaft-Harburg.de“ ab sofort bis 30. Juli Mitfahrtickets für einen Mähdrescher, einen Maishäcksler und einen Rübenroder bei der Feldarbeit verlost. "Modernste Technik hat die Landwirtschaft längst erreicht und fasziniert nicht nur Landwirte", sagt Ralf-Peter Dieck vom Maschinenring Harburg. Spaziergänger und Radfahrer würden anhalten und den Landwirten bei der Arbeit zusehen. In dieser hektischen Zeit bleibe den Bauern aber oft keine Zeit, ihre Tätigkeit zu erklären. Wer an der Verlosungsaktion teilnehmen möchte, kann sich unter www.landwirtschaft-harburg.de eintragen und eine der Touren gewinnen. Die erste Fahrt mit dem Mähdrescher startet - je nach Erntebedingungen - auf dem Betrieb von Matthias Kruse in Wulfsen oder auf dem Tostedter Betrieb Jobmann.