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"Melpomene" sticht bald in See

Bei der Spendenübergabe (v. li.): Quäkerhäuser-Geschäftsführer Uwe Hillebrecht und Stephan Rohn von der Sparkasse Harburg-Buxtehude
ce. Stöckte. Für viele junge Leute aus der Region wird voraussichtlich im April ein Traum wahr: Nach gut dreieinhalbjähriger Restaurierungsphase sticht dann vom Stöckter Hafen aus der Frachtensegler "Melpomene" erstmals in See. Unter der Regie des gemeinnützigen Jugendhilfeträgers "Quäker-Häuser" mit Hauptsitz in Buchholz haben arbeitslose Jugendliche das 1895 erbaute Schiff wieder flott gemacht.
"Mitte April geht es mit der 'Melpomene' nach Hamburg-Finkenwerder zum Gaffel-Konsortium, in dem sich Betreiber von Traditionsschiffen zusammengeschlossen haben", kündigt Quäker-Häuser-Geschäftsführer Uwe Hillebrecht beim Ortstermin mit dem WOCHENBLATT an. "Wir sind stolz darauf, dass die Arbeiten in die Zielgerade gehen." Nach der Jungfernfahrt stehen Dankeschön-Touren mit den am Projekt Beteiligten und Geldgebern auf dem Programm. Wahrscheinlich im Frühjahr 2014 geht der Segler dann offiziell als Passagierschiff mit Platz für etwa 14 Personen in Diensten der Kreisjugendpflege auf Reisen.
Insgesamt 24 Mädchen und Jungen aus dem Landkreis Harburg haben seit Oktober 2009 unter fachmännischer Anleitung die Außenverkleidung des Schiffes, Schlafkojen, Kajüte und sanitäre Anlagen wieder auf Vordermann zu bringen. Die meisten der Junghandwerker wurde mit diesen guten Referenzen in feste Arbeitsverhältnisse oder Fortbildungsmaßnahmen vermittelt. "In die für die Restauration nötigen Materialien investierten die Quäker-Häuser, befreundete Organisationen wie der Lions Club, die Round Tabler und die Kulturinitiative Hafen Stöckte sowie viele andere Helfer rund 60.000 Euro", bedankt sich Uwe Hillebrecht für die erfolgreiche Zusammenarbeit.
Rettungswesten und eine Leuchtboje mit GPS-Signal als Sicherheitsausstattung im Gesamtwert von etwa 2.000 Euro steuerte die Stiftung der Sparkasse Harburg-Buxtehude bei. "Wir unterstützen das Engagement der Quäker-Häuser für die Jugendhilfe sehr gerne", sagte Stephan Rohn, Leiter des Sparkassen-Vermögensmanagements, bei der Übergabe.
- Ein großer Brocken, der noch "gewuppt" werden muss, ist die Reparatur des seit 1955 laufenden Schiffsgetriebes, die derzeit von Fachleuten in Bayern für gut 10.000 Euro vorgenommen wird. "Ein Umbau mit einem neuen Getriebe wäre noch teurer geworden", so Uwe Hillebrecht. Angeschafft werden soll auch eine Rettungsinsel mit Zeltdach für 3.000 Euro, um bei einer Havarie gewappnet zu sein. Wer sich als Sponsor engagieren möchte, findet Infos unter www.quaeker-haeuser.de.