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"Menschlich und engagiert": Nachruf auf Dr. med. Roland Jachczik aus Salzhausen

Verstarb mit 70 Jahren: Dr. med. Roland Jachczik (Foto: Landkreis Harburg)
ce. Salzhausen. Die Gemeinde Salzhausen trauert im einen ihrer prägenden Köpfe: Dr. med. Roland Jachczik aus Luhmühlen verstarb jetzt nach schwerer Krankheit im Alter von 70 Jahren. Der Allgemeinmediziner hinterlässt Ehefrau Helga und drei Kinder.
Der in Lüneburg geborene Roland Jachczik betrieb seit 1984 seine Arztpraxis in Salzhausen. Über die Initiative "stadtlandpraxis" des Landkreises Harburg fand er in diesem Jahr einen Nachfolger und übergab seine Patienten an Benjamin Panteli (das WOCHENBLATT berichtete). Als ehrenamtlicher Kommunalpolitiker gehörte Jachczik für die CDU von 1991 bis 2001 dem Salzhäuser Gemeinde- und von 1991 bis 1996 dem Samtgemeinderat an. "Ich habe ihn politisch sehr interessiert, menschlich und engagiert erlebt. Wir haben uns über die Parteigrenzen hinweg gut verstanden", erinnert sich Salzhausens ehemalige Bürgermeisterin Elsabe Rolle, die den politischen Gremien ebenfalls angehörte, gegenüber dem WOCHENBLATT.
Besonders in Erinnerung ist ihr Jachczik als Mitbegründer der seit 1997 bestehenden Partnerschaft zwischen der polnischen Stadt Bialy Bór und der Gemeinde Salzhausen. Der Arzt und Pferdefreund habe - so Rolle - habe die Partnerschaft mit Polen auch gewählt, um das von Krieg und Armut oft erschütterte Land zu unterstützen. Hinzu kam, das Jachcziks Familie aus dem Osten stammte. "Seine Initiative zur Gründung der Städtepartnerschaft hinterlässt bleibende Spuren", schreiben Salzhausens Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Krause und Bürgermeisterin Elisabeth Mestmacher in einem Nachruf. "Es war bei der Gründung der Partnerschaft etwas Besonderes, dass sich eine kleine Gemeinde wie Salzhausen mit einer polnischen Stadt zusammentut. Aus der Nachbarschaft ist eine gute Freundschaft geworden", sagt Elisabeth Mestmacher, Vorsitzende des "Deutsch-Polnischen Freundeskreises Bialy Bór - Salzhausen". Sie habe Roland Jachczik als "einfühlsamen Menschen" erlebt und sei "dankbar, ihn gekannt zu haben".