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"Müssen nach vorne gucken"

Olaf Lies (SPD) (Foto: archiv)
thl. Winsen. Bevor Minister Olaf Lies nach einem kurzen Abstecher ins Gewerbegebiet Luhdorf (das WOCHENBLATT berichtete) zu einer Betriebsbesichtigung bei Winsenia aufbrach, stand der dem WOCHENBLATT zum Thema Luhebrücke noch kurz Rede und Antwort.
"Es sind viele Sachen nicht optimal gelaufen. Vor allem, was die Öffentlichkeitsinformationen betrifft", räumte Lies ein. Dieses dürfe nicht nochmal passieren, daran werde intern gearbeitet. "Trotzdem müssen wir jetzt nach vorne gucken und sehen, dass das Bauwerk so schnell wie möglich fertig wird", so der Minister. Er überreichte dem WOCHENBLATT einen Aktenvermerk der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg, aus dem u.a. hervorgeht, dass künftig tagsüber länger und auch samstags gearbeitet werden soll. Zudem ist dort aufgeführt, wie die Arbeiten auch im Winter fortgesetzt werden können.
Aus dem Vermerk geht aber auch hervor, dass beim Baupfusch einer dem anderen den "Schwarzen Peter" zuschiebt. Zudem heißt es: "Wer genau den Fehler gemacht hat, lässt sich leider nicht mehr feststellen." Um ein teures Gerichtsverfahren zu vermeiden, habe man nun Vereinbarungen für eine schnellere Fertigstellung getroffen.
Kurios: Lies wies auf die Ankündigung seiner Behörde hin, wonach man bereits drei Monate Bauzeit eingespart habe und die Brücke Ende April 2015 fertig sein soll. Dass in Lüneburg bisher immer von einer Fertigstellung im Frühjahr und nicht im Sommer gesprochen wurde, war ihm nicht bekannt. Scheint also so, als wenn nicht nur die Öffentlichkeitsarbeit bei der Behörde nicht klappt, sondern auch die interne Kommunikation nicht ganz fehlerfrei läuft.