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Neuer Ärger um Luhebrücke - Warum werden die Bauzeiten nicht ausgeweitet?

André Bock am Samstag auf der Baustelle an der Luhebrücke - Von Arbeitern weit und breit keine Spur (Foto: oh)
thl. Winsen. Freie Fahrt auf der L234 (Hansestraße) in Winsen - so sollte es eigentlich seit vergangenen Freitag wieder sein. Doch Baupfusch an der Luhebrücke hatte zu einem mehrmonatigen Baustopp geführt. Jetzt soll die neue Brücke erst im Frühjahr fertig werden. Experten gehen von Ende April/Anfang Mai aus. Aber auch nur, wenn der Winter nicht zu lange und zu kalt wird.
Ein Grund dafür: Die von der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg vollmundig angekündigte "Ausweitung der täglichen Bauzeit" wird (bisher kaum) von den Arbeitern umgesetzt. Dabei sollte doch dadurch eine erhebliche Verkürzung der Bauzeit erreicht werden. "Hier ist oftmals 'tote Hose'. Und auch am Samstag tut sich auf der Baustelle nichts", bemängelt ein Anwohner.
Die Arbeiten an der Luhebrücke schreiten zwar Stück für Stück voran, dennoch könnte es nach Meinung der Bürger und Gewerbetreibenden der Stadt viel schneller gehen.
Auch der Winsener CDU-Landtagsabgeordnete André Bock hat wenig Verständnis für die Situation. "Das ist für alle eine nervtötende Geduldsprobe", sagt er. Was ihn besonders stört: "Die Landesregierung lässt die Stadt im Stich." Bereits im Sommer hatte Bock einen offenen Brief an Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) geschrieben und bekam Wochen später auf seine darin enthaltenen Fragen nur "Wischi-Waschi"-Antworten, in denen die Schuld der Bauverzögerungen dem beauftragten Bauunternehmer zugeschoben wird (das WOCHENBLATT berichtete). Deswegen hat Bock jetzt eine schriftliche "Kleine Anfrage" gestellt, in der er u.a. wissen will, nach welchen Kriterien der Unternehmer den Zuschlag für das Bauprojekt bekommen hat und ob geprüft wurde, ihm den Auftrag wieder zu entziehen.