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Neuer Schulstandort? - Die fünf Grundschulen in Winsen platzen aus allen Nähten

Die Alte Stadtschule ist bereits vierzügig, in einem Jahrgang sogar fünfzügig (Foto: thl)
thl. Winsen. Die Entwicklung der Gesamtschülerzahlen ist in der Stadt Winsen nach wie vor positiv und steigt weiter. Dieser Trend, der in anderen Kommunen anderer Landkreise durchaus nicht selbstverständlich ist, hält mittlerweile gut vier Jahre an und ist unter anderem Folge der stetig ausgewiesenen Baugebiete. Dies führt aber auch dazu, dass die Schulen in ihren Aufnahmekapazitäten an ihre Grenzen stoßen, wie es nun schon zweimal in der Borsteler Schule der Fall gewesen ist.
Deshalb sieht die Stadt Handlungsbedarf. Denn auch die anderen Grundschulen platzen aus allen Nähten. Die Alte Stadtschule ist in drei Jahrgängen vierzügig. Der dritte Jahrgang ist sogar fünfzügig. Die Hanseschule hat zum jetzigen Zeitpunkt eine stabile Drei-/Vierzügigkeit. Der Grundschulbereich Roydorf weist eine stabile Zweizügigkeit auf, die sich auch in den kommenden Jahren nicht wesentlich verändern wird. Der Oberschulbereich dieser Schule ist mit Ausnahme des 10. Jahrgangs (nur zwei Klassen) durchgängig dreizügig. Die Grundschule Pattensen ist mit Ausnahme eines Jahrgangs durchgängig zweizügig.
Die Schule im Borsteler Grund – zu deren Schulbezirk die Ortsteile Laßrönne, Tönnhausen, Rottorf, Sangenstedt, Borstel und das kleine Teilstück Winsen (zwischen Kleinbahn, Schirwindter Straße, Osttangente und Lüneburger Str.) gehören – ist eine der am stärksten ausgelasteten Grundschulen. Die vergangenen zwei Einschulungsjahrgänge machten es erforderlich, dass die auf vier Züge ausgelegte Schule zur Fünfzügigkeit ausgebaut werden musste. In den kommenden zwei Einschulungsjahrgängen deutet sich zwar eine leichte Abnahme an, dieses kann sich jedoch schnell ändern, insbesondere in Hinblick auf die sich in der Entwicklung befindenden Baugebiete Rottorf und Laßrönne.
Die Stadt weist darauf hin, dass die Fünfzügigkeit eines Jahrgangs nur die Ausnahme bilden sollte. Die vermeintlich naheliegende Lösung, die Schulbezirke zu verändern ist aus Sicht der Verwaltung keine wirklich tragfähige Lösung. Ebenso ist eine bauliche Erweiterung bzw. eine Erhöhung von Kapazitäten und Zügigkeiten zumindest sowohl bei der Alten Stadtschule als auch an der Schule im Borsteler Grund nicht möglich.
"Daraus folgt, dass ein neuer Schulstandort im Norden von Winsen von Nöten ist", sagt Verwaltungsvize Christian Riech. "Dieser ist jedoch mit einem erheblichen Kostenaufwand verbunden und kurzfristig nicht umsetzbar. Hier bedarf es eines zeitlichen Vorlaufs, der aber langfristig gesehen eine verlässliche Lösung für Winsen bieten würde." Für eine Umsetzung sei es zunächst von Bedeutung, dass eine Analyse des Zahlen- und Prognosematerials, wie Daten des Einwohnermeldeamtes, der Bauaufsicht, des Kindergartenbedarfsplanes, Demografieprognosen usw., vorgenommen werde. Auch seien orientierende Gespräche mit der Landesschulbehörde aufzunehmen, um die Betrachtungsweise des Landes einschätzen zu können. Riech: "Erst danach kann eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob ein neuer Schulstandort geschaffen werden kann oder nicht. Dieses würde dann in diesem Fachausschuss nach Vorlage der Ergebnisse berichtet werden."