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Neues Konzept für Winsener Marstall-Museum: "Zeitband" für die Stadtgeschichte

Vor den neuen Ausstellungsmodulen (v. li.): Heinz Lüers, Joachim Bordt und Klaus Benndorf
ce. Winsen. Mit einem neuen Konzept und moderner gestaltet soll die Dauerausstellung zur Geschichte der Stadt Winsen im Marstall-Museum künftig noch mehr Besucher anlocken. Die Umsetzung des aufwendigen Vorhabens ermöglichen Fördermittel der Stadtwerke, des Lüneburgischen Landschaftsverbandes, der Hans-Jürgen-Weseloh-Stiftung, des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, des Heimat- und Museumvereins Winsen sowie der Sparkasse Harburg-Buxtehude. Klaus Benndorf vom Winsener Vereinsbeirat, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Heinz Lüers und Landrat Joachim Bordt stellten jetzt die Planungen vor.
Ziel der im 3. Obergeschoss des Museums anstehenden Umgestaltung ist eine bessere Übersichtlichkeit über die Darstellung der geschichtlichen Abläufe von der Steinzeit bis in die Gegenwart anhand eines "Zeitbandes", das aus 23 Einzelmodulen besteht. Diese sind wiederum in ein Farbkonzept eingefügt, das sich durch das gesamte Haus zieht. Die Module werden als Themenstationen eingerichtet, an denen Informationen mit Schrifttafeln und Bildern oder auch Exponate und Ausstellungsvitrinen präsentiert werden.
Im 1. Obergeschoss vorgesehen ist eine Vergrößerung der Fläche für Vorträge und museumspädagogische Programme. "Dieser Bereich soll im vorderen Teil multifunktional genutzt werden, beispielsweise von Arbeitsgruppen, zur Präsentation von Trachten der Winsener Marsch", erklärte Klaus Benndorf, der an der Neukonzeption mitarbeitet. Im hinteren Teil der 1. Etage sollen laut Benndorf Ausstellungen über den Goethe-Freund Johann-Peter Eckermann oder über altes und seltenes Handwerk gezeigt werden.
Das neue "Innenleben" des Marstall-Museums wurde gemeinsam mit dem auf Ausstellungspräsentationen und Innenarchitektur spezialisierten Prof. Harry Vetter und seinem Team aus Stuttgart erarbeitet.
Als erste Maßnahme soll bis Ende dieses Jahres das 3. Obergeschoss für rund 21.600 Euro umgestaltet werden. Die gleichzeitig laufende, etwa 36.500 kostende Umstrukturierung der 1. Etage wird voraussichtlich im Februar 2014 abgeschlossen. Die mit 10.000 Euro bezifferten Kosten für die Konzeptentwicklung hat die Stadt Winsen übernommen. "Wenn alles fertig ist, dürfte das Museum ein noch größerer Besuchermagnet werden", freuten sich Heinz Lüers und Joachim Bordt.