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Planer im Sommerurlaub? - Neues von der Luhebrücke

Seit vier Monaten liegt die Baustelle brach
thl. Winsen. Wenn es nicht ernst wäre, könnte man darüber lachen - über den offenbar völlig verpatzten Bau der Luhebrücke. Bei einem Treffen der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aus Lüneburg als zuständigen Bauträger und Vertretern der Stadt sowie Gewerbetreibenden, kam heraus, dass Anfang September wohl wieder Leben auf die Baustelle auf Winsens wichtigster Ost-West-Verbindung im Zuge der L234 einzieht. Und bis dahin? Machen die Planer und Ingenieure offenbar Sommerurlaub.
Ob der Bau der Brücke aber im September tatsächlich weitergeht, ist noch unklar. Denn es sollen zunächst erst einmal ein paar zusätzliche Pfeiler gesetzt und anschließend die Belastung bzw. Tragfähigkeit geprüft werden. Wenn diese halten, wolle man im Januar mit der Brücke fertig sein. "Von Winter mit Schnee und Frost haben die offenbar noch nie etwas gehört", merkte ein Kaufmann sarkastisch an.
Ausgeführt würden die Arbeiten von einem neuen Subunternehmer des Generalbauunternehmens, erklärten die Behördenvertreter. Ein vorher von dem Unternehmen eingesetzter Subunternehmer haben den Baustopp zu verantworten. Dieser sei aber nicht mehr tätig. Es sei aber durchaus üblich, dass sich Baufirmen bei größeren Projekten mit Subunternehmern zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammenschließen, hieß es. Dass dabei diese Subunternehmen weitere "Subs" und so genannte "Sub-Subs" einsetzen, verschwiegen die Behördenleute.
Überhaupt war Kritik seitens der Gewerbetreibenden relativ unerwünscht. "Egal was man sagt und fragt, die gehen gleich auf Abwehrhaltung", so ein Kaufmann. "Und schieben die Schuld immer auf andere." So habe es beispielsweise die Stadt zu verantworten, dass keine Behelfsbrücke gebaut wurde, hieß es.
Apropos Stadt: Sie lieferte bei der Versammlung auch noch eine comedypreis-verdächtige Erklärung, als ein Unternehmer nach der Tempo 30-Regelung auf dem Stadtring fragte. Diese sei aus Sicherheitsgründen angeordnet worden, hieß es. Man habe aber mit Landkreis und Polizei vereinbart, dass dort keine Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden.