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Planung läuft zügig

Winsens Bürgermeister André Wiese (Foto: Foto: archiv)
 
Landrat Joachim Bordt (Foto: Foto: archiv)
ce. Winsen. „Sauber, transparent und so zügig wie möglich – diese Vorgaben galten und gelten weiter uneingeschränkt für die Planung der Ortsumgehung für die Winsener Ortsteile Luhdorf und Pattensen.“ Zu dieser Feststellung kam Landrat Joachim Bordt jetzt mit Blick auf die aktuelle Diskussion um die Planung der Ortsumgehung (das WOCHENBLATT berichtete). Der Landkreis Harburg ist Träger des Planungsverfahrens. Gegenwärtig wird an der Umweltverträglichkeitsstudie gearbeitet, die im Raumordnungsverfahren zur Ermittlung der Raumwiderstände für alle Trassenvarianten dient. „Wenn die Studie fertig gestellt ist, beginnt im Raumordnungsverfahren die erste Phase der Bürgerbeteiligung, und zwar voraussichtlich mit sieben bis acht möglichen Alternativen einschließlich der Null-Variante“, so der Landrat. „Diese erste Phase ist für das Ende des dritten Quartals 2013 vorgesehen.“
Der Bürgerbeteiligung im Raumordnungsverfahren schließt sich voraussichtlich Anfang 2014 die Festlegung einer Trassenvariante an, die ins neue Regionale Raumordnungsprogramm übernommen wird. Weiter geht es mit einer straßenrechtlichen Neuordnung des Verkehrsnetzes, der Klärung der Finanzierung einschließlich möglicher Fördermittel und dem Erstellen eines Planentwurfs als Grundlage für das anschließende Planfeststellungsverfahren. Letzteres wird frühestens 2015 beginnen, von einer Flurbereinigung begleitet werden und voraussichtlich rund zwei Jahre dauern. Wenn der Planfeststellungsbeschluss erfolgt ist, folgen die Detailplanung und die Ausschreibung für den Bau.
„Die Planungen durchlaufen ein komplexes Verfahren, in dessen Rahmen die Bürger selbstverständlich informiert, gehört und beteiligt werden, bevor es zu einer
abschließenden Entscheidung kommt. Um umfassend informieren zu können, müssen zunächst aber gründliche Vorarbeiten geleistet werden“, so Landrat Bordt. Ebenso sieht es die Stadt Winsen, die das Verfahren initiiert hat und einen Teil der Planungskosten trägt. Bürgermeister André Wiese: „Es ist genau der richtige Weg, vor einer Bürgerbeteiligung die tatsächlichen Grundlagen zu ermitteln. Und genau daran wird gegenwärtig gearbeitet.“
Seit über 20 Jahren wird laut Wiese über eine Ortsumgehung diskutiert. Über das jetzt laufende förmliche Verfahren seien die Bürger in Sitzungen verschiedener politischer Gremien der Stadt und des Kreises informiert worden. Das Verfahren sei zudem durch Beschlüsse der städtischen Gremien gedeckt. „Zuletzt sind durch Ratsbeschluss vom 7. Februar dieses Jahres mit breiter Mehrheit weitere Planungskosten für die Ortsumgehung in Höhe von 40.000 Euro bereitgestellt worden“, so der Bürgermeister.
Welches Ergebnis die laufenden Planungen letztendlich ergeben, lasse sich derzeit noch nicht sagen. Unter Hinweis auf die bisherigen erfolglosen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung warnt Wiese jedoch ausdrücklich davor, die vom Verkehrsminister beanstandeten und vom Verwaltungsgericht verworfenen Aktivitäten als Alternative einer Ortsumgehung zu propagieren. Wiese: „Das ist nicht aufrichtig. Wenn unsere verkehrsbehördliche Anordnung auch in der letzten Instanz vor Gericht scheitert, haben wir nur die Wahl, die steigende Verkehrsbelastung in den betroffenen Ortschaften entweder tatenlos hinzunehmen oder für eine Entlastung der Ortskerne durch eine Umgehung zu sorgen.“