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"Projekt ist Baustein der Integration": Flüchtlinge bezogen Winsener Lehrlingswohnheim "Zum nassen End"

Vor dem Wohnheim: (v. re.) Superintendent Christian Berndt, Ulrike Tschirner von der Stadt und Sozialbetreuerin Rosa Lababidi sowie Wirtschaftsförderer Justus Olesch (3. v. li.) mit Bewohnern (Foto: Stadt Winsen)
ce. Winsen. Insgesamt 15 junge Flüchtlinge bezogen kürzlich das Winsener Flüchtlingswohnheim "Zum nassen End", um sich dort in einer förderlichen Wohn- und Lernumgebung sowie mit Begleitung und Betreuung auf ihre Ausbildung vorzubereiten und diese erfolgreich abzuschließen. „Das Projekt ist für uns ein Baustein der Integration von Flüchtlingen, die hier gute Bedingungen und besondere Anreize für die so wichtige Berufsausbildung finden“, erklärte Ulrike Tschirner, die als Flüchtlingsbeauftragte das Vorhaben zusammen mit Wirtschaftsförderer Justus Olesch auf städtischer Seite betreut. Maßgeblich unterstützt werden sie vom Landkreis Harburg, Kirchenkreis Winsen, Herbergsverein und vom Berufsvorbereitungsprojekt "Darius". Gemeinsam wollen alle Beteiligten das Lehrlingswohnheim zu einem Erfolg machen.
Die Stadt Winsen hatte das Gebäude Anfang des Jahres perspektivisch für die Stadtentwicklung „Winsen 2030“ erworben. Nach einer Renovierung dient es jetzt übergangsweise als besonderes Wohnheim, wobei die Übergangszeit nicht festgelegt ist.
„Die ersten 15 Bewohner sind nach verschiedenen Kriterien ausgewählt worden, zu denen auch Zuverlässigkeit und Leistungsbereitschaft zählen“, so Justus Olesch. „Die jungen Männer werden also nicht nur gefördert, sondern sind mit Blick auf den Erfolg ihrer Ausbildung als Grundlage für den eigenen Lebensunterhalt auch gefordert.“
Für die Betreuung ist eine Sozialarbeiterin zu festen Zeiten vor Ort. Ehrenamtliche Coaches unterstützen sowohl die Bewohner, die noch zur Schule gehen, bei den Hausaufgaben, als auch diejenigen, die bereits als Praktikanten in Betrieben untergekommen sind, auf ihrem Weg der Integration in den Arbeitsmarkt.
Geplant ist, die Nutzung des Gebäudes um einen Kinderspielkreis für Flüchtlingsnachwuchs sowie für Sprach- und Integrationsangebote zu erweitern. „Jetzt gilt es aber zunächst, das Wohnheim zum Laufen zu bringen“, sagt Ulrike Tschirner. „Unsere Hoffnung ist, dass es als Modellprojekt Nachahmung findet und andere Integrationsmaßnahmen darauf aufbauen können.“