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Reges Interesse an Richtlinien

Bietet viel erhaltenswerte Bausubstanz: dieses im Heimatstil errichtete Fachwerk-Gebäude in Winsen (Foto: Foto: oh)
ce. Winsen. Einen regen Zuspruch fand jetzt der Infoabend der Arbeitsgruppe „Erhaltenswerte Bausubstanz in Winsen“ des Heimat- und Museumvereins. Über 50 Interessierte kamen in den Marstall, um sich über die neuen Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen an Denkmälern und erhaltenswerten Gebäuden zu informieren.
Alfred Schudy, Leiter der städtischen Bauaufsicht, stellte die Ende 2012 vom Stadtrat einmütig beschlossene Förderrichtlinie vor und erörterte die Voraussetzungen der Fördermöglichkeiten, den Umfang der Förderung und die erforderlichen Schritte der Antragstellung. „Ziel war es, die Förderungskriterien für die Antragsteller transparent zu formulieren und diese zugleich vor nicht zu hohe bürokratische Hürden zu stellen, wie es bei manch anderen Fördertöpfen manchmal der Fall ist“, sagte Schudy. „Der Zuschuss beträgt maximal 20 Prozent der Gesamtsumme, jedoch höchstens 5.000 Euro. In begründeten Ausnahmefällen kann dieser Anteil überschritten werden.“
Im Anschluss gab es ein Beispiel aus der Praxis. Das „Architektenhaus“ in der Deichstraße 4 wurde von Eigentümer Milan Cybulski liebevoll und aufwendig restauriert. Cybulski und der mit den Restaurierungsarbeiten beauftragte Architekt Arne Schröder berichteten anschaulich über die Arbeiten. Fotos vom Haus vor und nach der Renovierung zeigten, wie viel Mühe im Erhalt von alter Bausubstanz steckt. „Bei all der Arbeit war es gut zu wissen, dass wir die Stadt an unserer Seite haben – sowohl von der Sache her als auch finanziell durch die neue Förderrichtlinie. Das ist das richtige Signal an die Eigentümer denkmalgeschützter oder erhaltenswerter Gebäude“, so Cybulski.
Die Initiatoren der Veranstaltung, Hellmut Büttner, Ilona Johannsen und Dr. Cornell Babendererde, zeigten sich sehr zufrieden: „Die vielen Besucher und die rege Diskussion im Anschluss der Vorträge haben gezeigt, wie wichtig den Winsenern die prägenden alten Bauten ihrer Stadt sind. Wir sollten das Engagement derjenigen, die bereit sind, in ihr altes Haus zu investieren, unterstützen. Bei der Förderung des Erhaltes von alter Bausubstanz halten wir eine pragmatische Vorgehensweise, die den modernen Nutzungsanforderungen Rechnung trägt, für den richtigen Weg“, so das Resumée der Veranstalter. - Am 30. Juni bietet die Arbeitsgemeinschaft anlässlich des "Tages der Architektur" Führungen zu im "Heimatstil" errichteten Häusern an. Nähere Infos folgen.