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Salzhäuser Feuerwehr hatte 2017 ein "Hammerjahr" mit 97 Einsätzen

Glückwunsch zur Beförderung und Auszeichnung (v. li.): Jörn Petersen, Matthias Rehr, Sven Viebrock und Stephan Boenert (Foto: Mathias Wille)
 
Einer der größten Einsätze der Salzhäuser Feuerwehr in 2017: der Brand des Hotels und Restaurants "Josthof" (Foto: archiv/Mathias Wille)
ce. Salzhausen. "Ein Hammerjahr liegt hinter der Freiwilligen Feuerwehr Salzhausen!“: Mit diesen Worten brachte Ortsbrandmeister Stephan Boernert während der jüngsten Jahreshauptversammlung der Retter deren Aktivitäten in 2017 auf den Punkt. Habe der bisherige Rekord bei 66 Einsätzen im Jahr gelegen, habe man 2017 insgesamt 97 Mal ausrücken müssen. Ursache hierfür seien vor allem die zahlreichen Unwetter gewesen. Hinzu kamen die beiden Großbrände im Salzhäuser Ortskern. bei denen ein Wohn- und Geschäftshaus stark beschädigt und das historische Hotel und Restaurant "Josthof" zerstört wurden.
Auch bei den auf Samtgemeindeebene neu eingeführten Führungsstrukturen und Standard-Einsatzregeln sowie der neuen Alarm- und Ausrückeordnung waren die Salzhäuser Retter gefordert. Allein zwölf Mitglieder der Wehr sind laut Boenert für derartige Aufgaben zusätzlich eingebunden. "Dies alles haben wir bewältigt, weil Ihr eine tolle Truppe seid!“, bedankte sich der Ortsbrandmeister bei den Mitgliedern der Wehr. Sein Dank galt auch allen Unterstützern, die etwa bei den Großbränden die Feuerwehrleute mit Getränken und belegten Brötchen versorgt hatten. "Das ist eine funktionierende Dorfgemeinschaft“, betonte Boenert. Er verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass die Probleme bei der Alarmierung in Kürze abgestellt sein und bei Bagatelleinsätzen anstelle der Sirene wieder nur die Funkmeldeempfänger ausgelöst werden.
Noch vor Ostern erwarten die Salzhäuser den neuen Rüstwagen, der aus Mitteln der Landkreises Harburg beschafft und in Salzhausen stationiert wird. Zudem werden in diesem Jahr die Weichen für den Neubau des Feuerwehrhauses gestellt werden. Die politischen Beratungen hierzu laufen, und erste Grobplanungen wurden bereits angestoßen. Stephan Boenert hofft, dass der Samtgemeinderat in der ersten Hälfte dieses Jahres grünes Licht geben wird und der Neubau bis Ende 2019 fertiggestellt werden kann.
Sehr zufrieden zeigte sich Boenert mit dem Personalstand. Ende 2017 zählten zur Wehr 71 Aktive, 219 Förderer, 24 Alterskameraden sowie jeweils 19 Jungen und Mädchen in der Jugend- und Kinderfeuerwehr.
Jugendwartin Diane Pohlmann berichtete von einem ausgesprochen erfolgreichen Jahr für die Jugendfeuerwehr, habe diese doch bei verschiedenen Wettbewerben vordere Plätze erreicht. Den Wanderpokal für die beste Dienstbeteiligung und das beste Abschneiden bei Wettbewerben konnte letztmalig Lukas Boenert, der Sohn des Ortsbrabndmeisters, in Empfang nehmen. Nach Erreichen der Altersgrenze wurde er kürzlich in die Einsatzabteilung übernommen. Auch die Kinderfeuerwehr war unter der Leitung von Karina Schwutke sehr aktiv. Zum neuen Kinderjugendwart wurde Sven Plate gewählt, der von Uta Klingenspor als Stellvertreterin unterstützt wird.
Gemeindebrandmeister Jörn Petersen machte nochmals die Notwendigkeit eines neuen Feuerwehrhauses für Salzhausen deutlich. Zudem beförderte er Sven Viebrock zum Hauptfeuerwehrmann. Stephan Boenert verlieh die Ehrennadel der Feuerwehr Salzhausen an Oberlöschmeister Matthias Rehr, der dem Kommando seit 19 Jahren in verschiedenen Funktionen angehört und immer da ist, wenn Hilfe benötigt wird.