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Satter Überschuss statt eines dicken Minus

Hat gut gewirtschaftet: Kämmerer Matthias Parchatka (Foto: Stadt Winsen)

Jetzt ist es amtlich: Stadt Winsen hat 2015 einen Millionen-Überschuss erwirtschaftet

thl. Winsen. In etwa vier Wochen bringt die Verwaltung den Haushalt 2017 zur Beratung in die politischen Gremien ein. Doch bevor es so weit ist, haben die Politiker und Stadtkämmerer Matthias Parchatka erst einmal Grund zur Freude. Denn so schlecht, wie bisher immer angenommen, sind die Finanzen der Stadt gar nicht. Klaffte bei der Vorstellung des Haushaltes 2015 (!) noch ein 865.000 Euro großes Loch in der Kasse, wurde dieser jetzt nach erfolgter Prüfung des Rechnungsprüfungsamtes mit einem Überschuss von gut 1,7 Millionen Euro im außerordentlichen Ergebnis und einem satten Plus von gut 3,3 Mio. Euro im ordentlichen Ergebnis abgeschlossen. "Im Wesentlichen resultiert das Ergebnis aus den Mehrerträgen bei der Gewerbesteuer, der Verzinsung der Gewerbesteuer sowie dem Anteil an der Einkommensteuer", so Kämmerer Parchatka. "Aufgrund konjunktureller Auswirkungen konnten höhere Erträge als im Ansatz erreicht werden." Er stellt aber auch klar: "Beim außerordentlichen Ergebnis handelt es sich um ungewöhnliche, selten vorkommende oder periodenfremde Erträge und Aufwendungen. Sie entstehen unvorhersehbar und sind nicht planbar. Die außerordentlichen Erträge summieren sich aus den Grundstücksverkäufen im Baugebiet Habichtshorst sowie im Gewerbegebiet Luhdorf." Übersetzt: Das Ende der Fahnenstange ist bei diesen Einnahmen absehbar, denn in Habichtshorst sind alle Grundstücke mittlerweile verkauft.
Die Gesamtschulden der Stadt betrugen Ende 2015 etwa sechs Millionen Euro und waren damit 4,5 Mio. Euro geringer als im Vorjahr.
Trotzdem warnt Parchatka vor zu viel Euphorie. Denn nicht nur die für 2016 veranschlagte Investitionen in Höhe von rund 15 Mio. Euro erfordern voraussichtlich Kreditaufnahmen. "Aufgrund eines geringen Wirtschaftswachstums und den noch nicht vorhersehbaren Folgen des EU-Austritts Großbritanniens erscheint auch für die Stadt Winsen ein eher verhaltener Optimismus angezeigt", so Parchatka.