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Schloss-Spektakel in Winsen lockte Besucher aus ganz Norddeutschland

Mit Schaukämpfen begeisterten die Mitglieder von "Draco Inter Mares"
bim. Winsen. In die Welt der Ritter und Gaukler entführte am Wochenende das historische Schloss-Spektakel in Winsen. Zahlreiche Besucher jeden Alters aus ganz Norddeutschland bevölkerten vor allem am Sonntag den Schlosspark und ließen sich vom Programm begeistern. Doch auch nach dem Dauer-Schauer am Samstag nutzten viele Gäste die Gelegenheit, an den Ständen zu stöbern oder den Klängen von "Waldkauz", Mac Cabe und Kanaka und "The Keltics" zu lauschen.
Auf alten und modernen Instrumenten - u.a. mit Schlagzeug, Flöten, Harfe und Bouzouki - präsentierten die Musiker von "Waldkauz" Lieder über uralte Magie, die Weisheit der Natur und den Rausch des Tanzes. Die Musiker aus Hildesheim haben bereits zwei Alben und eine Single veröffentlicht und eine große Fangemeinde in der Mittelalter-Szene.
Einziger Wermutstropfen: Samstagnacht wurde der Gruppe eine Bouzouki, eine hochwertige Schalenhalslaute, aus dem Backstagebereich gestohlen. "Dem Dieb mögen die Finger abfaulen", meinte Angelique Schmalzel, die den Merchandise-Stand betreute, in standesgemäßer Sprache. (Hinweise an: facebook.com/WaldkauzFolk)
Mit maritimem Folk unterhielt das Duo MacCabe und Kanaka. Eine Bühne ist für die beiden dabei eher ungewohntes Terrain. Laut ihrer Homepage sind sie "in den Kaschemmen und Hafenpubs dieser Welt Zuhause. Dort wo sich Seeleute und Gossenpack die Klinke in die Hand drücken".
Abseits des Bühnenprogramms mitreißend waren zum Beispiel die Schaukämpfe von "Draco Inter Mares". Mit Inbrunst schwangen die Ritter ihre Schwerter, Äxte und Lanzen. Die Darstellung war so überzeugend, dass manch jüngerer Zuschauer sich zu Anfeuerungsrufen hinreißen ließ: "Einfach kämpfen, richtig zuschlagen."
Doch die "Drachen" boten nicht nur spannende Schwertkämpfe, sondern bewiesen bei amüsanten Szenen, wie sie sich im Mittelalter zugetragen haben könnten, auch schauspielerisches Talent.
Abgerundet wurde das Schloss-Spektakel mit vielen Händlern, die u.a. Trinkhörner, Felle, mittelalterliche Gewänder, Geschmiedetes und Schmuck verkauften. Darunter
Kunstschmied Sören Binger aus Kankelau (Kreis Lauenburg), der auf Klingen aller Art spezialisiert ist, aber alles für den Lagerbedarf wie Werkzeug und Essbesteck fertigt.
Ein großes Schmucksortiment bot Zinngießer Rudolf Bruns aus Goslar, der sich bei der Arbeit auch zuschauen ließ. "Ich bin jedes Wochenende auf einem anderen Markt in Deutschland, nächste Woche beim Ratzeburger Wylag", berichtete er. Am beliebtesten bei seinen Kettenanhängern seien Drachen und Thors Hammer und vor allem Wölfe.
Im Lager gemütlich gemacht hatten es sich neben vielen anderen Mittelalterfans die "Wanderwölfe". Die Lübecker genossen das schöne Ambiente des Spektakels im Schlosspark.
Hervorragend organisiert wurde das Spektakel von den "Marktvagabunden" und der "Veranstalterey". Und Mit-Organisator Ingo Schnackenbeck versprach: Auch im nächsten Jahr wird es das historische Schloss-Spektakel zu Winsen geben.