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Schon 320 Flüchtlinge vermittelt beim Gemeinschaftsprojekt von Landkreis, Herbergsverein und Kirchenkreis

Freuen sich über die gute Bilanz (v. li.): Michael Grünwald, Tim Langner, Rainer Rempe, Christian Berndt, Andrea Picker und Rainer Kaminski (Foto: Landkreis Harburg)
ce. Winsen. Seit dem Start des Gemeinschaftsprojektes "Gemeinnützige Beschäftigung für Asylbewerber" des Landkreises, Herbergsvereins Winsen und des Kirchenkreises vor gut einem Jahr hat der Herbergsverein insgesamt 320 Flüchtlinge in gemeinnützige Tätigkeiten bei Gemeinden, Vereinen und freien Trägern vermittelt. Diese positive Bilanz zogen jetzt im Winsener Kreishaus Landrat Rainer Rempe, Herbergsvereins-Geschäftsführerin Andrea Picker, die für den Verein tätigen Flüchtlingsbetreuer und Vermittler Michael Grünwald und Tim Langner, Kirchenkreis-Superintendent Christian Berndt sowie Reiner Kaminski, Bereichsleiter Soziales beim Landkreis.
„Unser Angebot hat sich zu einem Erfolgsprojekt für die Integration von Flüchtlingen in unserem Landkreis entwickelt“, freute sich Rainer Rempe. Der Landkreis Harburg hatte im April 2014 das neuartige Beschäftigungsmodell für Asylbewerber mit Herbergsverein und Kirchenkreis gestartet. Die Bandbreite der Tätigkeiten reicht von unterstützenden Arbeiten in öffentlichen Grünanlagen oder Sportplätzen über Hilfsdienste in Vereinen, Altenheimen und Schulen bis hin zu Arbeiten in Kirchengemeinden, Stiftungen oder Behindertenwerkstätten, die sonst nur ehrenamtlich geleistet werden.
„Sowohl bei den Flüchtlingen als auch bei den Gemeinden und Vereinen erleben wir einen großen Bedarf und eine hohe Bereitschaft zur Zusammenarbeit, die uns bestärkt, das Projekt fortzusetzen und weiterzuentwickeln“, erklärte Andrea Picker. „Mit unseren Angeboten geben wir den Flüchtlingen die Chance, ihren Tagesablauf besser zu strukturieren und bereits während ihrer laufenden Asylverfahren in unserer Gesellschaft aktiv zu werden.“ Reiner Kaminski betonte: „Für die Flüchtlinge ist ihre gemeinnützige Tätigkeit ein echter Gewinn an Lebensqualität nach oft traumatischen Fluchterfahrungen.“ Außerdem trage das Projekt mit dazu bei, die Akzeptanz für Asylbewerber in der Bevölkerung zu erhöhen und gegenseitige Berührungsängste abzubauen. Allerdings - so räumte Kaminski ein - stelle sich nach den Erfahrungen des ersten Jahres die Frage, wie man Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten mit Aussicht auf dauerndes Bleiberecht und bereits anerkannten Asylbewerbern den Übergang in den ersten Arbeitsmarkt ermöglichen könne. Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird 2015 fortgesetzt und im jährlichen Rhythmus ausgewertet.