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Silas Matthes mit dem Förderpreis des Rotary Club Winsen ausgezeichnet: "Einer der die Worte liebt"

Karl-Heinz Winterstein, Silas Matthes und Karin Weller
bs. Winsen. „Silas Matthes ist ein großer Geschichtenerzähler, einer, der Worte, ihren Rhythmus und ihren Klang liebt. Einer, der streitet und kämpft für seinen Text. Absolut zu Recht erhält er heute Abend diesen Förderpreis, denn nur wenige schreiben so schonungslos ehrlich, so auf den Punkt und so nah an der Jugend dran, wie er“, laudierte jetzt Katrin Weller, Programmleiterin bei „Oetinger34“, ein Imprint des Verlags Friedrich Oetinger aus Hamburg.
Vom Rotary Club Winsen, der seit 2000 junge Talente für außergewöhnliche Leistungen in den Bereichen Soziales, Wissenschaft und Kunst mit dem Förderpreis auszeichnet, erhielt der in Scharmbeck aufgewachsene Jungautor Matthes am vergangenen Dienstag den mit 3.000 Euro dotierten Jugendpreis verliehen.
Im Juli vergangenen Jahres war der Debütroman „Miese Opfer“ des erst 23-jährigen Studenten, der zurzeit an der Fantasy-Reihe „Kings&Fools“, arbeitet, im "Oetinger34" Verlag erschienen.
„Ich habe mich gefragt, ob ich diesen Preis überhaupt verdiene, denn als Autor leidet man unter ständigen Selbstzweifeln. Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass dieser Preis die Leidenschaft auszeichnet, die ich in den vergangenen Jahren ins Schreiben gesteckt habe und genau dafür möchte ich mich heute herzlich bedanken“, so Matthes bei der Verleihung.
In dem von Kritikern gelobten Roman stellt Matthes das Thema Freundschaft und Mobbing bewusst in einer anderen als der bekannten Konstellation dar. So beschreibt er in „Miese Opfer“ Mobbing nicht als Kampf „Einer gegen Alle“, sondern fokussiert die Freundschaft der 15-jährigen Klassenkameraden Ferdinand und Leo, die beide von ihrem Mitschüler Dunker und seiner Clique gemobbt werden. Aus ihrer Freundschaft jedoch schöpfen Leo und Ferdinand schließlich genügend Kraft, sich in einer höchst überraschenden Weise gegen die physischen und psychischen Angriffe zur Wehr zu setzen. Matthes hebt dabei nie den ermahnenden Zeigefinger, sondern bleibt in seiner Erzählstruktur immer nah bei den Charakteren.
„Lust auf mehr“, machte das Bürgermeister André Wiese, der zusammen mit Dr. Karl-Heinz Winterstein, Präsident des Rotary Club und Governor Bernd Diepenhorst vom Rotary District 1890, Grußworte an die zahlreich erschienen Gäste richtete.
Das Harfenquartett der Musikschule Winsen mit Joelle Reßler, Kine Matthies, Lara Schindler und Stella Gastorf sowie Hanna Gerhus am Flügel, rundeten die Veranstaltung musikalisch ab.