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Sparzwang auf Stadtfest

Der Stein des Anstoßes: Die Baustellen in der Rathausstraße
thl. Winsen. Droht das Winsener Stadtfest am Himmelfahrtswochenende zum Desaster zu werden? Wie das WOCHENBLATT erfuhr, haben gleich mehrere Standbetreiber ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt und verlangen von Organisator Wolfgang Sabrowsky ihr bereits gezahltes Standgeld zurück. Grund sind zwei gegenüberliegende Baustellen in der Rathausstraße. Die Superintendentur ist eingerüstet, weil dort Dacharbeiten durchgeführt werden. Genau gegenüber wird ein neues Wohn- und Geschäftshaus gebaut. Dadurch ist auf beiden Seiten der Fußweg eingeengt, sodass da dort keine Buden hinpassen. Und weiter auf die Fahrbahn ausweichen geht nicht, weil diese als Rettungsweg frei bleiben muss. "Und überhaupt, wer will seinen Stand schon hinter einem Baugerüst mit Plane aufbauen, wo er nicht gesehen wird", so ein Standbetreiber angefressen.
Wolfgang Sabrowsky will dazu nicht äußern. Allerdings bestätigt er auf Nachfrage, dass er das eigentlich geplante Programm kleiner fahren muss, weil ein paar Einnahmen wegfallen. Diesem Sparzwang fallen u.a. die geplante Disco-Move durch Winsen sowie die "Hoftaverne" zum Opfer.
Im Rathaus kennt man das Problem bereits. "Wir sind mit den Bauherren im Gespräch, um dort etwas Platz für die Buden zu schaffen", sagt Matthias Wiegleb vom Stadtmarketing. So sollen z.B. die Bauzäune weiter zurückgesetzt werden. "Mit der Kirche sind wir bereits klar, mit dem Eigentümer des Wohn- und Geschäftshauses muss Herr Sabrowsky selbst noch den Kontakt suchen." Laut Wiegleb sei das Stadtfest aber nicht in Gefahr: "Es gab schon mehrere Feste in Winsen, bei denen es Baustellen gab. Das hat auch funktioniert."