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Sperrung auf Knopfdruck

Mit so einer Stauwarnanlage will die Polizei die Autofahrer im Störungsfall rechtzeitig informieren (Foto: Polizei)
thl. Winsen. "Die Bauarbeiten auf der A39 zwischen Maschen und Winsen-West sind auch für die Einsatz- und Rettungskräfte eine große Herausforderung", sagt Johannes Voskors, Sprecher der Polizeiinspektion Harburg. Grund: die besondere Topographie und die beschränkte Breite. Denn: Die bis Ende Oktober andauernde Baumaßnahme erstreckt sich über eine Länge von 8,2 Kilometern. Der Verkehr wird dabei über die Gegenfahrbahn geführt. Und zwar in zwei Spuren Richtung Lüneburg und eine Spur Richtung Hamburg (das WOCHENBLATT berichtete).
"Aufgrund der verbleibenden Fahrbahnbreite von nur zehn Metern für drei Fahrstreifen ist es nicht möglich, im Störungsfall eine Rettungsgasse zu bilden", sagt Voskors. "Weiterhin ist ein Herankommen über Zufahrten aus dem Seitenraum grundsätzlich nicht möglich. Deshalb entwickelte die Polizei gemeinsam mit der
Straßenbauverwaltung und anschließend mit der Feuerwehr und dem
Rettungsdienst ein für diesen Fall maßgeschneidertes
Störfallmanagement." Kommt es im Baustellenbereich zu Störungen durch einen Unfall oder liegengebliebene Fahrzeuge, so ist es aufgrund der eingesetzten Stauwarnanlage zeitnah möglich, den Verkehrsteilnehmer schon weit vorher darüber zu informieren und zu veranlassen, eine andere Strecke zu nutzen. Aufgrund der Besonderheiten der Sperrstrecke wird es im direkten Baustellenbereich im Störungsfall vermehrt zu kurzfristigen Vollsperrungen kommen müssen, die direkt von der Wache aus elektronisch ausgelöst werden, um Einsatz- und Rettungskräften ein schnelles Herankommen und ungehindertes Arbeiten überhaupt zu ermöglichen. Voskors: "Die Bergung von Menschen steht im Vordergrund, die Aufrechterhaltung des Verkehrsflusses wird hierbei
allerdings nicht aus den Augen verloren."