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"Standing Ovations" statt Tristesse: Gudrun Landgrebe und Christa Platzer begeistern mit Piaf-Hommage in Winsen

In der Vorstellungspause (v. li.): Kulturvereins-Geschäftsführerin Elke Timo, Gudrun Landgrebe, Christa Platzer sowie Vereinsvorsitzender Markus Laudahn (re.) mit Platzers Musikern
ce. Winsen. Einen "wunderschönen Abend mit zwei charismatischen Frauen" kündigte Markus Laudahn, Vorsitzender des Kulturvereins Winsen, am Samstag den rund 280 Gästen in der Stadthalle an. Und Laudahn hielt sein Versprechen: die renommierte Sängerin Christa Platzer mit ihrer Band und die beliebte Schauspielerin Gudrun Landgrebe präsentierten dem begeisterten Publikum das Programm "Bonjour Tristesse - Bonjour Piaf" - einen Dialog zwischen Literatur und Musik als Hommage an die große französische Chansonsängerin Edith Piaf, die jetzt 100 Jahre alt geworden wäre.
Christa Platzer zog die Zuschauer vom ersten Augenblick an in ihren Bann. Mal heiter-euphorisch, mal melancholisch-traurig brachte sie Klassiker von Edith Piaf wie das berühmte "La Vie En Rose" oder "La Foule" mitreißend auf die Bühne. Ihre bestens aufeinander eingespielte Begleitcombo rundete dieses musikalische Erlebnis perfekt ab. Gudrun Landgrebe las aus dem Bestseller "Bonjour Tristesse" von Francoise Sagan. Mit großem sprachlichem Einfühlungsvermögen schlüpfte sie in die Rolle der Romanprotagonistin, der 17-jährigen Cécile. Diese verbringt ihre Sommerferien mit ihrem verwitweten Vater Raymond, einem in die Jahre gekommenen Frauenhelden, und dessen junger Geliebten Elsa in einem Haus am Meer. Als Anne, eine ehemalige Freundin von Céciles verstorbener Mutter auftaucht, wird ein Gefühlschaos mit dramatischem Ausgang ausgelöst. Mit ihrem großen Erzähltalent ließ Gudrun Landgrebe die von Stimmungen zwischen Freude, Liebe, Wut und Trauer beherrschten Szenarien vor den Augen der Zuhörer Kontur annehmen - Kopfkino vom Allerfeinsten. Mit "Standing Ovations" bedankte sich das Publikum bei Platzer und Landgrebe, die nach der Vorstellung noch fleißig Autogramme gaben.
"'Bonjour Tristesse' von Francoise Sagan ist eine sehr persönliche Erzählung, auch wenn sie nicht autobiografisch ist. Die junge, rebellische Cécile hat für mich sehr viel von dem Reiz, der auch den Chansons von Edith Piaf eigen ist. Und so kamen wir auf den Gedanken, beides miteinander zu verbinden", erklärte Gudrun Landgrebe gegenüber dem WOCHENBLATT die Entstehung des Programms. "Die Texte der Piaf-Lieder, deren Musik und die Texte der Lesung verschmelzen miteinander."
In diesen Tagen beginnt Gudrun Landgrebe mit Dreharbeiten für einen Kriminalfilm in Istanbul. In Kürze ist sie in der Komödie "Endstation Glück" zu sehen sowie an der Seite von Götz George, mit dem sie unter anderem schon in "Die Katze" und "Rossini" vor der Kamera stand, in "Böse Wetter". "Mit Götz zu arbeiten, ist immer eine Bereicherung, künstlerisch und persönlich. In 'Böse Wetter' teilen wir ein schwer wiegendes Familiengeheimnis, das am Schluss des Filmes aufgedeckt wird."