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Staus seit fast zehn Jahren auf der B404: CDU Elbmarsch stellt Lösungskonzepte vor

Referierte über die Stauproblematik: Jan von Gartzen vom Elbmarscher CDU-Vorstand (Foto: Jan von Gartzen)
 
Leider ein seltenes Szenario: Statt fließendem Verkehr ist an der B404 bei der Auffahrt zur Brücke nach Geesthacht regelmäßig Stau angesagt
ce. Marschacht. "Der tägliche Stau auf der B404" war das Thema einer Infoveranstaltung, zu der jetzt die CDU Elbmarsch nach Marschacht eingeladen hatte. Vorstandsmitglied Jan von Gartzen erörterte dabei den Sachstand und stellte Lösungskonzepte der Christdemokraten vor.
"Seit fast zehn Jahren ist durch allgemein zunehmenden Pendelverkehr nach Hamburg, aber auch in immer höherem Maße durch Baumaßnahmen an bestehenden Trassen der A39, der A1 und den jeweiligen Verkehrsknotenpunkten, eine Situation entstanden, bei der sich fast täglich morgens der Verkehr auf der B 404 zwischen der Anschlussstelle Eichholz und der A25 sowie auf der Elbuferstraße in Rönne und Marschacht staut", schilderte Jan von Gartzen das aktuelle Szenario.
Ein Stau an 150 von 250 Werktagen sei inzwischen die Norm.
Verschiedene Faktoren begünstigen laut von Garten den Stau: zu hohes Verkehrsaufkommen in Stoßzeiten, zu unterschiedliche Geschwindigkeiten, keine Lenkung des Fließverkehrs, fast ausschließlich Zufluss auf die B404 bis zur A25, aber so gut wie kein Abfluss.
Als volkswirtschaftlicher Schaden bei täglich mindestens 11.000 Fahrzeugen an Tagen ohne Stau und doppelt so vielen bei bekannten Engpässen auf anderen Strecken entstehe übers Jahr ein Zeitverlust von mindestens 1,65 Millionen Stunden pro Jahr, die Verkehrsteilnehmer im Stau stehen. Die Belastung für sie und für die Anwohner der Staustellen sei ebenfalls erheblich. Auch der öffentliche Nahverkehr könne nicht mehr fahrplanmäßig fließen.
Die CDU Elbmarsch steht dem Bau einer Autobahn A21 an Stelle der B404 kritisch gegenüber, weil sie neben der verbesserten Nord-Süd-Verbindung auch erhebliche Nachteile für die Elbmarsch hätte. Nach Ansicht der CDU kann bei genauer Prüfung auf Machbarkeit die bestehende Trasse auch ohne Autobahn dreispurig
ausgebaut werden. Erforderlich wäre dafür eine Fahrspur, die halbtägig die Bedarfsfahrtrichtung wechseln und so den überschüssigen Fließverkehr durchleiten würde. Dazu müsste vermutlich auf einen der zwei Fuß- und Radwege über die Elbe verzichtet werden. "Die Trasse muss unbedingt bis zur A25 dreispurig geführt werden, und ein Verkehrsleitsystem muss Fahrtrichtung und Geschwindigkeit automatisch regeln", betonte Jan von Gartzen.
Das Konzept der CDU beinhaltet außerdem einen Veränderungsvorschlag zum geplanten Projekt Ortsumgehung Geesthacht. "Leider wurde übersehen, dass die B404, die als Ostumgehung Hamburgs über die Elbe eine zunehmend wichtige Rolle spielt, nicht mit zwei Ampeln an die Geesthachter Umfahrung angebunden werden darf", räumte von Gartzen ein. Dies würde den Verkehr endgültig zum Erliegen bringen. Die CDU schlägt daher eine Lösung vor, bei der über einen doppelspurigen Kreisel alle Trassen - A25, B 404, Ortsumgehung Geesthacht und alte B5 - miteinander verbunden werden. Dieser Kreisel könnte schon jetzt realisiert werden.
Die CDU Elbmarsch erhoffe sich von diesem Vorschlag, dass das gesamte Projekt Elbquerung und Ortsumgehung Geesthacht mit neuen Impulsen länderübergreifend abgestimmt und kurzfristig mit allen Kräften der Kommunal- und Landespolitik vorangetrieben werde. "Wir werden selber in Anträgen an Gemeinderat, Samtgemeinderat und Kreistag die Machbarkeit unseres Vorschlages prüfen lassen, und zusätzlich mit Unterstützung durch den Landtagsabgeordneten André Bock Kontakte zu übergeordneten Stellen sowie zur Kommunalpolitik in Geesthacht aufnehmen", kündigte Jan von Gartzen an. Die Christdemokraten rufen zudem dazu auf, eine Stellungnahme zur Geesthachter Ortsumgehung beim Bundesverkehrsministerium abzugeben, was noch bis 2. Mai möglich sei.