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Storchen-Drama mit Happy-End in Tönnhausen

Gefährliche Situation: Der Storch hatte sich in einem Schnurbündel verheddert (Foto: Stoerche-LKHarburg.de)
ce. Winsen. Von einem "Storchen-Drama mit Happy-End" berichtete jetzt Tom Sauerland, der sich als Storchenvater im Landkreis Harburg engagiert. Schauplatz war ein Storchenhorst im Winsener Ortsteil Tönnhausen, wo sich Meister Adebar mit seinem Schnabel in einem Bündel blauen Bindegarns verfangen hatte. Womöglich hatte der Vogel das Schnurbündel bei einer Zwischenlandung vom Boden aufgepickt. Als Storchenbetreuer Sauerland hinzugezogen wurde, hatten die Anstrengungen des Tieres, die Last loszuwerden, schon zu einer starken Halsverdickung geführt. Dies hinderte den Storch an der Aufzucht und Fütterung seiner beiden Jungen. 
Sauerland holte sich daraufhin Rat bei anderen Storchenbetreuern, Ornithologen, Tierärzten, dem Kreis-Veterinäramt und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises. Gemeinsam entschied man, die Jungstörche anderntags auszuhorsten und sie in ein Nest in Stöckte umzuquartieren, wo sie betreut werden sollten. "Es war nicht klar, ob wir den betroffenen Storch einfangen können. So wäre es zumindest mit etwa 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit möglich gewesen, den Nachwuchs zu retten", so Sauerland.
Am nächsten Morgen stellte man fest, dass der Storch sich von den Schnüren befreit hatte, somit selbst wieder Nahrung aufnehmen und auch seine Jungen füttern konnte.
Die Feuerwehr fuhr mit ihrer Drehleiter hoch zum Horst, um weitere darin befindliche Schnüre und Netze rauszuholen und so eine erneute Gefährdung der Tiere zu vermeiden.
"Achtet bitte darauf, dass keine Schnüre und Netze in der freien Natur liegen, und sammelt sie ansonsten auf!", appelliert Tom Sauerland auch zum Schutz der Störche an alle Bürger.