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Tagesklinik statt Speicher

Jörg Kröger zeigt auf einen weggegammelten Standbalken des Fachwerks
thl. Winsen. In der Marktstraße/Ecke Schmiedestraße stehen demnächst wohl Bauarbeiten an. Vorausgesetzt, die Winsener Politik spielt mit. Denn sie muss einen alten, abbruchreifen Speicher aus der Erhaltungssatzung entlassen.
"Auf diesem Areal soll für die Psychiatrische Klinik Lüneburg eine Tagesklinik und Institutsambulanz entstehen", erzählt Architekt Jörg Kröger, der den Neubau plant. Es soll ein dreigeschossiges Gebäude mit einer Fläche von rund 1.200 Quadratmetern werden, das zwar in moderner Architektur mit Lochfassade gebaut, aber dennoch dem Bild der Altstadt angepasst wird. Die Erschließung erfolgt über die Schmiedestraße. Auf dem vorderen Teil des Areals sollen das Gebäude und Parkplätze für die Patienten entstehen. Kröger: "Im hinteren Teil wollen wir einen kleinen Park, eine grüne Oase anlegen."
Geht es nach dem Architekten, soll im Frühjahr Baubeginn sein. Die reine Bauzeit soll etwa neun Monaten betragen.
Doch bevor es losgehen kann, hat die Politik das Wort. Sie muss entscheiden, ob der alte Speicher tatsächlich nicht mehr zu retten ist. Ein Blick auf und vor allem in das Gebäude, spricht in der Tat für einen Komplett-Abriss. Löchriges und marodes Mauerwerk sowie durchgegammelte Fachwerkbalken lassen an einer längeren Standfestigkeit des Gebäudes arge Zweifel aufkommen. Kaputte Fenster und ein kaputtes Dach tun ihr Übriges dazu, dass Wind und Wetter ungehindert das Gebäude auch im Inneren auszehren.
• Wann das Ansinnen des Bauherren in den politischen Gremien diskutiert wird, ist derzeit noch offen. "Es muss noch ein Nachweis erbracht werden, dass das Gebäude aus der Erhaltungssatzung herausgenommen werden kann", so Verwaltungsvize Christian Riech.