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Tattoos bei der Polizei? Nur in Einzelfällen erlaubt

thl. Winsen. Früher wurden sie meist versteckt getragen. Und wer sie zeigte, galt als Aussätziger. Seit einigen Jahren sind Tattoos aber schon gesellschaftsfähig und schon lange kein Markenzeichen mehr von Rockern, Seefahrern und (ehemaligen) Sträflingen. Mittlerweile trägt nach aktuellen Umfragen jeder fünfte Deutsche ein Tattoo - Tendenz steigend.
Trotzdem ist der bunte Körperschmuck nicht überall gerne gesehen. In Darmstadt wurde eine Bewerberin (28) von der Bundespolizei abgelehnt, weil sie ein großflächiges Tattoo auf dem Unterarm trägt. Ein Einzelfall? Wie hält es das Land Niedersachsen mit seinen Beamten?
"Das Tragen von Tattoos ist für niedersächsische Polizeibeamte per Erlass vom Juni 2013 geregelt", erklärt Matthias Eichler, Sprecher des Innenministeriums in Hannover. "Darin heißt es: Im Dienst dürfen Tätowierungen oder andere vergleichbare Hautfärbungen grundsätzlich nicht sichtbar sein. Als Maßstab gilt das kurze Diensthemd sowie die lange Diensthose."
Ein grundsätzliches "No Go" sind Tattoos aber nicht, selbst wenn sie sichtbar sind. Eichler: "Es wird immer im Einzelfall entschieden und bewertet, ob die Tätowierung z.B. so dezent zu sehen ist, dass eine Ausnahme erfolgen kann." Denn Tattoos die verfassungsfeindlich sind, bestimmte Bevölkerungsgruppen diffamieren oder allgemein herabwürdigende Inhalte darstellen, seien tabu.