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Trompeter Rémon Biermann aus Vierhöfen feiert gleich drei Jubiläen

Hat die Musik im Blut: Trompeter, Komponist, Texter und Arrangeur Rémon Biermann aus Vierhöfen

"Zum Musizieren ist man nie zu alt"

ce. Vierhöfen.
Gleich drei Jubiläen feiert in diesen Wochen Musiker, Texter, Komponist und Arrangeur Rémon Biermann (82) aus Vierhöfen. Bereits seit 70 Jahren steht er aktiv auf der Bühne - zunächst zehn Jahre als Geiger, danach bis heute als passionierter Trompeter. 
Seine erste Band, die "Blue Combo", gründete Biermann nach dem Schulabschluss 1953 in seiner Geburtsstadt Hamburg. Er war mit 17 Jahren in der Elbmetropole jüngster Band-Chef der Szene. Dreimal hintereinander gewann die "Blue Combo" den Kapellen-Wettstreit um das begehrte "Blaue Band". Es folgten Engagements im Hamburger Kammerorchester und bei den Symphonikern. Nach einer unfallbedingten einjährigen Pause absolvierte Rémon Biermann ein Studium zum Musiklehrer und -analytiker. Gleichzeitig trat er im In- und Ausland mit Bandleadern wie Bert Kaempfert und James Last auf. Als Solotrompeter auf über 20 Erfolgsalben mit Titeln wie "Trumpets For Lovers" und "Tijuana Party" schrieb er Musikgeschichte. Von Anfang der 1980er Jahre bis 2000 war Biermann Erster Trompeter im Polizeiorchester Hamburg. Seit 60 Jahren besitzt er die "silberne Trompete", ein Meisterinstrument mit einem Wert im mittleren vierstelligen Bereich. "Nach meiner ersten Dekade als Bläser hatte ich mir dafür die nötige Reife erspielt und konnte mir das gute Stück leisten", blickt er zurück.
"Zum Musizieren ist man nie zu alt", sagt Biermann. Bester Beweis dafür ist ist die Tatsache, dass er - das dritte Jubiläum - im Januar seit 25 Jahren in der Big-Band der Hamburger Jazz-Institution "Cotton Club" mitwirkt. "Wir proben einmal pro Woche und haben zusammen viel Spaß." Darüber hinaus leitet er daheim die Parforce-Horn-Bläsergruppe "Böhmsholz" und berät verschiedene Institutionen in musikalischen Angelegenheiten.
Gefragt, woher er die Energie für seine Aktivitäten nimmt, verweist er auf den bekannten Cellisten Pablo Casals. An dessen 93. Geburtstag wollte ein Reporter wissen, was ihn antreibe. "Ich mache Fortschritte", antwortete Casals mit einem Schmunzeln.