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"Türsteher an der Puppenstube statt Janosch-Bilder": Comedian Matze Knop im WOCHENBLATT-Interview / Verlosung von Freikarten

"Ich liebe die Abwechslung": Comedian Matze Knop schlüpft als Entertainer und Parodist in die unterschiedlichsten Rollen (Foto: Stephan Pick)
ce. Buchholz. "Diagnose Dicke Hose" heißt das Programm, mit dem der beliebte Comedian, Moderator, Sänger, Schauspieler und Parodist Matze Knop (42) am 28. April um 20 Uhr in der Buchholzer Empore gastiert. Knop trat schon einmal in der Nordheide-Stadt auf. "Die Stimmung war top, da müssen wir wieder hin", stand für ihn fest. Vor dem zweiten Gastspiel sprach WOCHENBLATT-Redakteur Christoph Ehlermann mit dem Allround-Talent Knop in einem nicht immer ernst gemeinten Interview unter anderem über "Dicke Hose"-Symptome, Knops Steckenpferd Parodien und über seine Anfänge als Journalist. Dabei sparte der Entertainer auch nicht mit Spitzen gegen manche schillernden Zeitgenossen.
WOCHENBLATT: Herr Knop, worauf darf sich das Publikum bei ihrer Show freuen?
Matze Knop: Ich mache Stand Up-Comedy mit Parodie-Anteilen. Wir haben eine Video-Wall dabei, es passiert viel, und ich beziehe das Publikum mit ein. Wenn die Zuschauer nach Hause gehen, haben sie eine ganze Menge erlebt.
WOCHENBLATT: Was sind für Sie typische Symptome für eine "Dicke Hose"?
Knop: Viele denken, es geht nur um Äußerlichkeiten wie ein schickes Haus, eine eigene Yacht, goldene Uhr und Cowboystiefel. Heute trägt aber keiner mehr Cowboystiefel - außer vielleicht Bert Wollersheim (bekannte Rotlichtmilieu-Größe, d. Red.), der Arbeitgeberpräsident der IG Anschaffen und Robert Geiss, der größte Modedesigner seit Ulla Popken.
Mir geht es bei dem Programm darum, dass man das, worauf man schon immer Lust hatte, endlich in die Tat umsetzt. Ein Kollege sagte neulich zu mir, dass das nach Midlife-Crisis klinge.
WOCHENBLATT: Hat er recht?
Knop: Ja. Ich fordere die Midlife-Crisis schon ab dem Kindergarten-Alter. Jungs beispielsweise sollten ihr Ding gleich von Anfang an durchziehen. Nichts da mit Janosch-Fensterbildern - Türsteher an der Puppenstube ist angesagt.
WOCHENBLATT: Kommt auch die "dickste Hose" von Amerika, Präsident Donald Trump, im Programm vor?
Knop: Da kommen wir nicht drum herum, denn er haut ja auch auf den Putz. Das extreme Trump-Bashing langweilt mich aber. Wenn da mal ein Gespenst hinter der Tür steht, muss man sich nicht gleich erschrecken, sondern cool bleiben. Es ist ja auch nicht alles schlecht, was Trump vorhat: Wenn er eine Mauer nach Mexiko baut, schafft das Arbeitsplätze. Auch bei den Mexikanern, die anfangen, einen Tunnel nach Amerika zu bauen.
WOCHENBLATT: Sie haben ein Journalistik-Studium absolviert und beim Radio gearbeitet, bevor sie mit der Kult-Figur "Supa Richie" ihre Comedian-Karriere starteten. Haben Sie den beruflichen Wechsel jemals bereut?
Knop: Ich finde den Beruf des Journalisten nach wie vor toll. Aber heute kann ich als mein eigener Programmchef entscheiden, was in meine Show reinkommt und was nicht. Für dieses Privileg bin ich sehr dankbar.
WOCHENBLATT: Haben Sie unter den vielen Persönlichkeiten, die Sie parodieren, einen Favoriten?
Knop: Nein, ich liebe die Abwechslung. Ich bin gerne heute Franz Beckenbauer, morgen Christiano Ronaldo und übermorgen Dieter Bohlen oder Thomas Gottschalk. Oder ich erschaffe eine eigene Figur.
WOCHENBLATT: Über welche Kollegen können Sie lachen?
Knop: Über viele Kollegen. Michael Kessler, Max Giermann oder auch Hape Kerkeling machen einen tollen Job. Früher fand ich Otto Waalkes sensationell, und auch bei den alten Filmen von Heinz Erhardt sind tolle Sachen dabei.
WOCHENBLATT: Sie engagieren sich als Schirmherr im Verein "Kinderlachen" für kranke und benachteiligte Kinder. Was machen Sie dort?
Knop: Seit über zehn Jahren bin ich im Verein aktiv. Wir sammeln beispielsweise bei Fußballspielen Geld für die Kinder und unterstützen eine Blindenschule. Ich bin auch schon in einem Kinderhospiz aufgetreten und moderiere einmal im Jahr die "Kinderlachen"-Gala. Das hilft den Kindern, tut einem selbst aber auch gut.
WOCHENBLATT: Gibt es Wunschträume, die Sie als Künstler gerne verwirklichen würden?
Knop: Ich finde es toll, wenn man als Parodist seine Originale trifft. "Ronaldo trifft Ronaldo" - das wäre was. Auch auf eine Rolle in einem Film hätte ich Lust, es dürfte gerne ein Actionthriller sein.
WOCHENBLATT: Herr Knop, vielen Dank für das Gespräch.
- Für die "Diagnose Dicke Hose"-Show mit Matze Knop am Freitag, 28. April, um 20 Uhr in der Buchholzer Empore verlost das WOCHENBLATT 3 x 2 Freikarten. Wer die Tickets haben möchte, schickt bis 3. März eine E-Mail mit dem Stichwort "Matze Knop" an gewinnspiel@kreiszeitung.net. Telefonnummer nicht vergessen!