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Unbezahlbares Engagement: Gemeinde Salzhausen verleiht Ehrennadel an Inge Boenert und Dr. Joachim Lewerenz

Gratulation zur Auszeichnung (v. li.): Elisabeth Mestmacher, Inge Boenert, Dr. Joachim Lewerenz, Charlotte Weyer und Wolfgang Krause
 
"Enormer Einsatz für Salzhausen": Bürgermeisterin Elisabeth Mestmacher würdigte das Engagement ihres Vorgängers Hans-Joachim Abegg
ce. Salzhausen. Zwei Salzhäuser, die - so Gemeindedirektor Wolfgang Krause - seit vielen Jahren ehrenamtlich "tagtäglich Verantwortung für Andere und für das Gemeinwohl übernehmen", wurden am Donnerstagabend mit der "Goldenen Ehrennadel" der Gemeinde ausgezeichnet. Geschaffen wurde die Ehrennadel von der Salzhäuser Uhrmachermeisterin und Juwelierin Charlotte Weyer.
Bürgermeisterin Elisabeth Mestmacher verlieh die erste Auszeichnung an Inge Boenert (73). Die Ehefrau des ehemaligen Salzhäuser Verwaltungschefs Klaus Boenert engagierte sich unter anderem beim Aufbau der Mitte der 1980er Jahre errichten Dörpschün zum Kulturtreff, dessen vom Verkehrs- und Kulturverein präsentierte Veranstaltungen inzwischen weit über die Kreisgrenzen hinaus beliebt sind. Unbezahlbare Kulturarbeit leistete Inge Boenert auch rund 30 Jahre im Team der Bücherei, die anfangs im Kindergarten untergebracht, dann ins Haus des Gastes zog, im Krankenhaus eine Außenstelle hatte und heute als Samtgemeindebücherei am Kreuzweg ihren Standort hat. Dort macht Inge Boenert als Vorlesepatin Kinder mit der Literatur vertraut. In der St. Johannis-Kirchengemeinde sorgte die Ehrennadel-Trägerin schließlich 28 Jahre lang dafür, dass das von ihr mitgestaltete ökumenische Abendgebet - so Laudatorin Elisabeth Mestmacher - "fest in den Kirchenkalendern etabliert und sehr gut angenommen" wurde.
Die zweite Ehrennadel verlieh Gemeindedirektor Wolfgang Krause an Dr. Joachim Lewerenz (69), der sich beispielsweise seit Anfang der 1980er Jahre in der Friedensinitiative (FI) Salzhausen engagiert. Die von der FI jährlichen organisierten Ausstellungen zum Thema Frieden - so Krause mit Blick auf Lewerenz - "sind dir sehr wichtig und sind leider gerade jetzt hochaktuell". Lewerenz ist darüber hinaus Gründungs- und Vorstandsmitglied des Freundeskreises Bialy Bór-Salzhausen der Deutsch-Polnischen Gesellschaft sowie Mitbegründer und Vorsitzender des Salzhäuser Fördervereins "Haus des Gastes - Brenners Hoff". In Salzhausen ist Lewerenz außerdem ehrenamtlich tätig im MTV, DRK und im Verein "Die Waldbadförderer". Auf Kreisebene kommen Aktivitäten bei der Deutsch-Französischen Gesellschaft, dem Verein "För Platt", Verein Naturschutzpark, NABU und dem Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg hinzu. Die Kommunalpolitik im Raum Salzhausen prägte der SPD-Mann Joachim Lewerenz 25 Jahre als Mitglied des Gemeinde- und Samtgemeinderates sowie verschiedener Ausschüsse. "Du hast dich nachdrücklich für eine soziale Jugendarbeit und für das Jugendzentrum eingesetzt und dafür, dass in Salzhausen ein Gymnasium gebaut wird", hob Wolfgang Krause in seiner Laudatio hervor.
Auch nach dem Rückzug aus der aktiven Politik und seiner Pensionierung im Jahr 2011 ist bei Joachim Lewerenz, der viele Jahrzehnte in leitenden Positionen in der Hamburger Gesundheitsbehörde arbeitete, nicht an Ruhestand zu denken. So kümmert er sich gemeinsam mit Ehefrau Kristina in der Salzhäuser Flüchtlingshilfe um die im Heideort lebenden Asylbewerber.
• Für einen "Fauxpas" auf der jüngsten konstituierenden Sitzung des Gemeinderates entschuldigte sich Bürgermeisterin Elisabeth Mestmacher: In der Sitzung hatte man versäumt, das fünfjährige Engagement ihres Vorgängers Hans-Joachim Abegg als Bürgermeister zu würdigen, der bei der jüngsten Wahl nicht mehr für das Amt kandidiert hatte. "Du hast trotz vorübergehender Erkrankung einen enormen Einsatz für die Gemeinde Salzhausen gezeigt und dich auch für die Vertiefung der Freundschaft zu unserer polnischen Partnergemeinde Bialy Bór stark gemacht", bedankte sich Mestmacher bei Abegg mit einem Präsent.