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"Unendlich dankbar für mein Zuhause!": Asylbewerber Humam Samoul erlebte mit Vermieter vorbildliche Willkommenskultur

"Herzlich willkommem": Humam Samoul und Jürgen Hartmann bei der Schlüsselübergabe
ce. Winsen. "Ich bin den Menschen, die mir dieses Zuhause ermöglicht haben, unendlich dankbar!" Das sagt der aus Syrien stammende Humam Samoul (33). Als Asylbewerber lebte er bis vor Kurzem im Flüchtlingscontainer in Salzhausen. Dann erhielt Samoul eine Aufenthaltserlaubnis für drei Jahre in Deutschland. Bei der Suche nach einer eigenen Wohnung scheiterte er jedoch achtmal an Bedenken und Vorurteilen von Vermietern. Dann knüpfte Wolfgang Nicolai von der Salzhäuser Flüchtlingshelfergruppe den Kontakt zum Winsener Immobilienmakler Jörg Schröder, der Humam Samoul weiterempfahl an Jürgen Hartmann. Dem Unternehmensberater aus Henstedt-Ulzburg gehört unter anderem eine Wohnung im Winsener Friesenweg - und dort nahm er den Syrer mit offenen Armen auf. Die Miete wird vom Jobcenter des Landkreises Harburg übernommen.
"Zwischen Herrn Samoul und mir hat die Chemie gleich gestimmt. Er ist ein sehr netter und gebildeter Mann. Wir sollten eine positivere Willkommenskultur gegenüber den Flüchtlingen zeigen", betonte Jürgen Hartmann bei der Schlüsselübergabe an den Syrer, der in seiner Heimat ein Physiklehrer war. Samoul wollte auch deshalb in Winsen wohnen, weil er hier an der Kreisvolkshochschule einen Sprach- und Integrationskurs absolviert. Sein syrisches Lehrerexamen wird in Deutschland erst nach einem anderthalbjährigen Schulpraktikum anerkannt.
Samouls Frau und sein zweijähriger Sohn sind derzeit noch in Syrien. Der Ehemann und Vater hofft jedoch, dass er schon bald gemeinsam mit seiner Familie in der 66 Quadratmeter großen Drei-Zimmer-Wohnung leben kann "und dass auch ihr soviel Herzlichkeit entgegengebracht wird, wie ich es jetzt erleben darf".